Wieder auf Erfolgskurs

Gegen Bad Aibling schoss Bastian Simmler das 2:1, in Bad Wörishofen verwandelte er einen Strafschuss zum Endstand von 1:0. Fotos: Krivec

Vor dem Abschluss-Wochenende in der Eishockey-Landesliga hat es der HC Landsberg weiter selbst in der Hand, Platz zwei zu erreichen – allerdings machten es die Riverkings gegen Bad Aibling und in Bad Wörishofen extrem spannend. Die Oberländer rang man mit 5:2 nieder, im Derby in der Kneippstadt behielt man durch einen Penalty in der 60. Minute spektakulär noch mit 1:0 die Oberhand.

Am Tag nach dem Lumpigen Donnerstag hat man in Landsberg schon schlechtere Ergebnisse gesehen: Pepe Klemm schoss die Riverkings gegen Bad Aibling nach zwei Minuten in Führung, der Ausgleich durch Stuffler vom Bully weg (6.) wirkte noch wie ein Betriebsunfall, zumal Bastian Simmler noch vor der ersten Sirene bei doppelter Überzahl nach schönem Schrägschuss von Alexander Wedl das 2:1 erzielte. Danach tat man sich mit dem Gegner, der in der Tabelle jenseits von gut und böse steht, aber recht schwer. Michael Falkenberger im Landsberger Tor rettete den knappen Vorsprung noch mit einer spektakulären Parade im Liegen (22.), musste aber vier Minuten später einen Schuss von der blauen Linie zum Ausgleich passieren lassen. Als der Puck einen Moment vor dem Bad Aiblinger Tor frei lag, stellte erneut Klemm mit dem Rücken zum Tor auf das verdiente 3:2. Gegen Ende der Partie dominierten die Riverkings aber zusehends. Christian Augst entschied das Spiel letztendlich: Seine Doppelpass-Serie mit Hanemann und Klemm, die zum 4:2 führte, war für Bad Aibling zu schnell, kurz danach vergab er zwar noch mit der Rückhand, doch in der 59. Minute nutzte er einen Wechselfehler der Gäste mit einer feinen Einzelleistung zum Endstand. Wer am Freitag gemeint hatte, er müsse lange auf die Entscheidung warten, sah sich zwei Tage später noch deutlich größeren Schmerzen ausgesetzt. Die Riverkings konnten wieder nur mit zwölf Feldspielern nach Bad Wörishofen anreisen. Es entwickelte sich ein zerfahrenes Spiel, in dem auf beiden Seiten die Mehrzahl der Pässe nicht beim Adressaten ankam. Höhepunkt im ersten Drittel: Falkenberger rettete sehenswert gegen den in Unterzahl durchgebrochenen Schweinberger. Die zweite Hälfte des Mitteldrittels gehörte dann eindeutig den Landsbergern. Augst, Klemm und wieder Augst brachten ihre Großchancen nicht im Tor unter (30.), Endres wurde bei einem Alleingang im letzten Moment noch gestört (34.), Ville Dollhofer setzte eine Vorlage von Lieb knapp links vorbei (35.) und zum Abschluss kullerte ein abgefälschter Schuss von Schäffler nur Zentimeter am leeren Tor vorbei (37.). Im Schlussabschnitt hatten erneut Endres und Augst noch zweimal die Chance zum ersten Treffer des Abends, die Riverkings konnten sich aber auch bei Falkenberger bedanken, der mehrfach Schüsse aus kürzester Distanz irgendwie abwehrte. Der HCL konnte zu diesem Zeitpunkt nur noch Einzelleistungen dagegensetzen, und eine davon brachte die Entscheidung: Bastian Simmler ging in der Schlussminute rechts durch und bekam kurz vor dem Tor einen Schläger ins Gesicht. Nach einiger Diskussion entschieden die Schiedsrichter zurecht auf Strafschuss, Simmler verwandelte abgezockt 27 Sekunden vor Schluss zum einzigen Treffer des Abends. Das konnten die Gastgeber offenbar nicht verwinden. Nach dem Tor eskalierte die Situation: Torhüter Nick beleidigte die Unparteiischen solange, bis diese ihn zum Duschen schickten, von der Wörishofener Trainerbank flog eine Trinkflasche nach der anderen aufs Eis. Linke drosch beim Bully noch mehrfach wütend auf Hanemanns Schläger ein, Hanemann nahm Linkes Knie ins Visier, Foreman warf die Handschuhe weg und rief Hanemann (erfolglos) zur Satisfaktion auf. Quintessenz: Hanemann fehlt dem HCL im letzten Saisonspiel gegen Holzkirchen (Freitag, 20 Uhr).

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