Der Schimmel ist weg

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Die Tür zur Weinstube im Bayertor (rechts) dürfte bald wieder offenstehen.

Landsberg – Fast zwei Jahre ist die Weinstube im Bayertor jetzt schon geschlossen. Bei der Bürgerver­sammlung im April hatte OB Mathias Neuner (CSU) Abhilfe in Aussicht gestellt. Im Mai schrieb er auf seiner Facebook-Seite, er freue sich „auf gemütliche Stunden im Biergarten“. Und siehe da:

Auch wenn sich von außen nicht viel Sichtbares getan hat, wurde seitdem an den Räumen viel gearbeitet. Jetzt scheint eine Wiedereröffnung in greifbare Nähe gerückt, die Gespräche mit Pachtinteressenten sollen „in naher Zukunft“ erfolgen. Seit das gemütliche Lokal wegen Schimmelbefalls schloss, befand es sich in der langen Reihe des Sanierungsstaus in Landsberg – überfällig, aber nicht zu finanzieren.

Findige und kreative Lösungen mit überschaubarem Aufwand sind gefragt und eine solche scheint dem Bauamt auch beim „Sorgenkind Weinstube“ gelungen zu sein, wie Pressesprecher Andreas Létang auf Nachfrage des KREISBOTEN mitteilt. So sei der Wandputz abgeschlagen und mit einer schmimmeltötenden Farbe beschichtet worden, die Gipskartonwand im Thekenbereich habe man erneuert, alle Böden gereinigt und desinfiziert. Der Holzboden im ehemaligen Thekenbereich musste zusätzlich abgeschliffen und neu lackiert werden.

Ein nicht abgearbeitetes Problem bleibt vorerst der Keller. Dieser ist seit Jahren feucht und ebenfalls von Schimmel befallen. Eine aufwändige Sanierung dürfte bei der derzeitigen Finanzlage der Stadt bis auf weiteres nicht möglich sein. Man verzichtete daher jetzt darauf, den Putz im Untergeschoss zu entfernen und verschloss stattdessen die Zugangsluke vom Erdgeschoss (Damen-WC) aus und dichtete sie ab.

Dass man dem Problem mit der „Grundsanierung“ auch tatsächlich zuleibe gerückt ist, ließ sich die Stadt jetzt amtlich geben. Das beauftragte TÜV-Gutachten liege inzwischen vor, so Létang weiter. „Die Messungen ergaben, dass die Schimmel-Sanierung erfolgreich war und weitere Maßnahmen zur Senkung der Konzen­- tration an Schmimmelpilzsporen und Hefen nicht erforderlich sind.“ 

Das erfreuliche Fazit: Die Weinstube kann wieder genutzt werden, nicht nur im Freien, sondern auch in den Innenräumen. Dass es mit den „Stunden im Biergarten“ in diesem Jahr allerdings nichts mehr werden wird, scheint nicht nur angesichts des verwilderten Zustands des Außengeländes und der mutmaßlichen Sommer-Restlaufzeit un­wahrscheinlich.

Bei den Sanierungsarbeiten mussten neben der Theke und den Armaturen auch sämtliche Möbel und Einrichtungsgegenstände aus der Weinstube entfernt werden, im Moment sind die Räume noch völlig „nackt“. Zwar hatten sich bereits vor einiger Zeit mehrere Interessenten für die Gaststätte gemeldet – inzwischen sind es acht – die Stadtverwaltung wirbt aber für Verständnis darum, dass man erst jetzt in Verhandlungen eintritt, da man das Schimmel-Gutachten zuvor abwarten wollte.

Christoph Kruse

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