Kies für den Lech

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Das geht nur mit schwerem Gerät: Rund 2500 Kubikmeter Kies hat der Bezirksfischereiverein Landsberg unterhalb der Staustufe 18 in den Lech einbringen lassen.

Kaufering – Konzertierte Aktion von Landratsamt , Wasserwirtschaftsamt Weilheim, e.ON, Landesfischereiverband Bayern und Bezirksfischereiverein Lands­berg sowie Firma Klaus: Unterhalb der Lechstaustufe 18 sind etwa 2500 Kubikmeter Kies eingebracht worden, um eine vorhandene Kiesbank aufzubereiten.

2500 Kubikmeter Kies sind etwa 170 Fuhren mit schweren Lastwagen. Der Kies stammt aus einer Grube am Ortseingang Kauferings und werde von dem Wehringer Hoch- und Tiefbauunternehmen „unentgeltlich geliefert“, betont Stefan Neubauer, Vorsitzender des Bezirksfischereivereins. Mit einer Planierraupe und riesigem Bagger sei der Kies das steile Lechufer der Staustufe 19, unterhalb des Werks 18, hinab geschoben und grobflächig im Wasser verteilt worden.

Wozu dieser Aufwand und die damit verbundenen gewaltigen Materialbewegungen? Sie ist mitunter überlebenswichtig für die im Lech (noch) lebenden, aber in ihrem Bestand bedrohten Fischarten Äsche, Barbe, Bachforelle und Huchen. Es sind sogenannte „Kieslaicher“, das heißt, sie bringen ihren Nachwuchs in Kinderstuben unter, die sie im lockeren Kies durch angestrengtes Schlagen mit der Schwanzflosse schaffen. „Diesen lockeren Kies stellt der vielfach aufgestaute Lech aber nicht mehr zur Verfügung“, so Neubauer, „der Fluss hat keine Geschiebewirkung mehr.“

Hier nun greift der Mensch ein; er hilft Fluss und Fisch, indem er Kies einbringt, den der Fluss früher selbst anlieferte und zu Kiesbänken formte. Es ist nicht so perfekt, wie es der Fluss tun würde, wäre er noch ein Wildfluss“, räumt Vorsitzender Neubauer ein, „aber es ist ein wenig Wiedergutmachung an der Natur.“

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