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KREISBOTEN-Serie "2020 ist Schluss!"

Wilhelm Lehmann tritt in Geltendorf nicht mehr an

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Auf endlich mehr Zeit für Familie, Haus, Garten und Motorrad freut sich der amtierende Geltendorfer Bürgermeister Wilhelm Lehmann.

Geltendorf – Eines will Wilhelm Lehmann nicht: an seinem Stuhl kleben. „Ich durfte drei Amtsperioden lang Bürgermeister sein. Jetzt muss man auch loslassen können“, sagt der Geltendorfer Rathauschef. Bei der Wahl 2020 will er deshalb nicht mehr antreten, auch wenn er mit dann 61 Jahren die Altersgrenze für hauptberufliche Bürgermeister noch nicht erreicht hat. Doch nach insgesamt 43 Jahren im Berufsleben soll Schluss sein.

Bevor Lehmann 2002, damals noch für die CSU, als Überraschungssieger den Amtsinhaber Peter Bergmoser von der SPD ablöste, hat er als Polizeibeamter „25 Jahre lang den Kopf hingehalten“. Und auch in seinem Bürgermeisteramt hat er es nie leicht gehabt. Als Zugereister ohne Gemeinderatserfahrung fehlten ihm in der Anfangszeit all jene Hintergrundkenntnisse, die ein Einheimischer automatisch mitbringt. „Man muss ja nicht nur wissen, wem gehört der Acker, sondern warum.“

Die CSU verließ Lehmann, nachdem die Ortspartei 2014 einen anderen Kandidaten als ihn ins Rennen um das Bürgermeisteramt schickte. Die Wiederwahl schaffte er als unabhängiger Kandidat mit eigener Gemeinderatsliste, den Unabhängigen Bürgern.

Jahrelang zog sich der Streit über den Neubau des Geltendorfer Feuerwehrhauses hin. Dass es nun endlich steht und im vergangenen Herbst auch unter großer Anteilnahme der Bevölkerung eröffnet werden konnte, ist für Lehmann einer der Höhepunkte seiner Amtszeiten. Auch in Kaltenberg entstand unter seiner Verantwortung ein neues Feuerwehrhaus, Fahrzeuge und Ausstattung wurden angeschafft.

Am Grübelanger in Walleshausen und der Hausener Straße in Geltendorf wurden neue Baugebiete ausgewiesen, die Ringleitung der Wasserversorgung fertiggestellt und der Trinkwasserbrunnen in Walleshausen saniert. Bei der Suche nach einem neuen Brunnenstandort im Bereich Geltendorf ist man inzwischen westlich der Ortschaft möglicherweise fündig geworden. Sobald es die Witterung zulässt, sollen Probebohrungen stattfinden.

Froh ist Lehmann darüber, dass ihm die Realisierung des Einkaufszentrums in Kaltenberg gelungen ist. Nachdem der ursprünglich anvisierte Standort an der Moorenweiser Straße in Geltendorf an Bürgerprotesten scheiterte, wäre der Investor um ein Haar in die Nachbargemeinde abgewandert. „In Moorenweis hatte man schon den roten Teppich ausgerollt“, erinnert sich Lehmann.

Ungelöst ist nach wie vor, was mit der Paartallhalle in Walleshausen geschehen soll. Angesichts exorbitanter Sanierungskosten habe er den Neubau einer Sport- und Kulturhalle in der Nähe des Sportplatzes ins Gespräch gebracht, so der Rathauschef. In diesem Fall hätte die Paartalhalle abgerissen und die Fläche für Wohnbebauung genutzt werden können. Der Vorschlag sei bei den Walleshausener Vereinen jedoch auf Ablehnung gestoßen. Auch die Überlegungen hinsichtlich eines geplanten neuen Wohngebiets westlich der Bahnhofstraße in Geltendorf stagnieren, weil mit den Grundeigentümern keine Einigung über Preise zu erzielen sei.

Am meisten Freude machen Lehmann die Begegnungen mit den Bürgern. „Ich habe Menschen kennengelernt, die man sonst nicht kennengelernt hätte.“ Gerade der älteren Generation gegenüber, die den Wohlstand hierzulande begründet hat, empfinde er als Sohn von Heimatvertriebenen große Dankbarkeit.

Selbst will er sich aber nicht aufs Altenteil zurückziehen, wenn er im Frühjahr 2020 mit seiner vielfältigen Mineraliensammlung das Büro im Rathaus räumt. Lehmann möchte sich ehrenamtlich engagieren, die Dorfgeschichte niederschreiben, daheim eine umfangreiche To-Do-Liste mit Arbeiten in Haus und Garten erledigen – und endlich mehr Zeit mit seiner Frau und den erwachsenen Kindern (29 und 25 Jahre alt) verbringen. Und dann sind da noch die Blue Knights, eine internationale Vereinigung motorradfahrender Polizisten, die karitative Zwecke unterstützen. Mit ihnen ist er in den letzten Jahren in Rom und Rumänien gewesen – weitere Touren sollen folgen.

Ulrike Osman

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