Der neue Lechsteg und das Ostufer:

Hände weg vom Inselbad!

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Wie soll der neue Lechsteg ab dem Brückenkopf am Inselbad (beim Bacheinlauf) sinnvoll an das bestehende Fuß- und Radwegenetz angebunden werden? Diese Frage wollen Fachleute demnächst in einem Ideen- und Realisierungswettbewerb beantworten.

Landsberg – Der geplante Lechsteg zwischen Urbanem Leben am Papierbach und Altstadt muss auf der Ostseite in einen attraktiven Fuß- und Radweg münden – darüber ist sich der Stadtrat einig. Zur Gestaltung des Weges soll im Sommer ein Ideen- und Realisierungswettbewerb ausgeschrieben werden. Wichtig ist vielen Ratsmitgliedern, dass das Gelände des Inselbads nicht beschnitten wird.

Aktuell hofft man auf eine Fertigstellung des Lechstegs im zweiten Quartal 2020. Spätestens dann soll auch der Fuß- und Radweg realisiert sein. Einem Gutachten zufolge werden täglich je 2.500 Fußgänger und Radfahrer diesen neuen Zugang zur Altstadt nutzen. Der gekieste Fußweg, der hier bereits existiert, ist lediglich rund zwei Meter breit und allein deshalb ungeeignet, als Fortführung des fünf Meter breiten Lechstegs zu dienen.

Die Wegeführung birgt jedoch einige Schwierigkeiten. Groß war die Sorge im Stadtrat, dass dem Inselbad ein Teil der Liegefläche abgeknapst werden könnte. Man einigte sich für den Beschluss auf die Formu­lierung, dass auf die Fläche des Freibads „nur unwesentlich“ zugegriffen werden dürfe. Moritz Hartmann (Grüne) forderte, dass auch der Hart- und der Fußballplatz zwischen Lechstraße und Lechturnhalle in ihrer jetzigen Form erhalten bleiben sollen. Und auch der Skater­platz zwischen Halle und Inselbad habe für Jugendliche eine hohe Aufenthaltsqualität und sollte dem Fußweg nicht zu Opfer fallen.

Berthold Lesch (CSU) wies darauf hin, dass es allein platzmäßig nicht funktioniere, weder die Liegefläche noch den Skaterplatz anzutasten und dennoch den Weg in der gewünschten Breite zu realisieren. Eine mögliche Lösung wäre für OB Mathias Neuner (CSU), nach der Fertigstellung des neuen Jugendzentrums den Skaterplatz dorthin zu versetzen und ihn während der Bauzeit am Sportzentrum unterzubringen – und zwar auf dem derzeit geschlossenen Spielplatz.

Parkplätze weg?

Neues könnte auch auf dem Infanterieplatz entstehen. Es besteht sogar Baurecht, weil früher ein Kasernengebäude hier angesiedelt war. Grünen-Rat Henrik Lüßmann regte an, die Parkplätze zu entfernen und die Fläche zu einem attraktiven Aufenthalts­platz umzugestalten. Auch sichere und teilweise überdachte Fahrradstellplätze für Altstadtbewohner und Besucher könnten hier entstehen. Ebenso möglich wäre die Errichtung eines öffentlichen Gebäudes – zum Beispiel für das Stadtarchiv.

Den Beschluss zur Ausschreibung des Ideen- und Realisie­rungswettbewerbs fällte der Stadtrat einstimmig. Im Herbst soll ein Sieger­entwurf vorliegen, so dass danach die Auftragsvergabe für die Planung erfolgen kann.

Ulrike Osman

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