Wirtschaft und Asyl:

OB Neuner will einen „Kümmerer“ und einen „Lotsen“

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Ein "Lotse" soll dafür sorgen, dass unter anderem anerkannte Asylbewerber eine Wohnung finden.

Landsberg – Wieso hat die Stadt Landsberg, anders als der Landkreis, eigentlich keinen Wirtschaftsförderer? Jemanden, der sich um die Belange des Handels und der Wirtschaft kümmert und zentraler Ansprechpartner für Unternehmen von außen ist, die sich ansiedeln wollen? Viele Gewerbetreibende und Freiberufler wünschen sich eine solche Person schon lange. Oberbürgermeister Mathias Neuner will nun ab 2018 dafür eine Stelle schaffen.

Das teilte Neuner bei einem Pressegespräch zum Strategieprojekt „Landsberg 2035“ mit. Im Rahmen dieses Vorhabens findet zurzeit eine Befragung von Unternehmen und Freiberuflern statt. Dort sei die Forderung nach einem zentralen Ansprechpartner „zigfach“ erhoben worden, sagte Projektleiter Ralf Stappen. Bislang verzeichnet die Stadt 130 Antworten.

Wohnungen finden

Auch ein zweites Thema will das Stadtoberhaupt personell umsetzen: Er plant, einen „Lotsen“ einzusetzen, der dafür sorgen soll, dass Obdachlose und anerkannte Asylbewerber (sowie ihre nachgezogenen Familien) Wohnungen finden. Auch hierfür soll im Haushalt 2018 eine Stelle geschaffen werden.

Die Notwendigkeit dazu ergibt sich vor allem aus der Tatsache, dass der Freistaat Bayern die Nutzung von Asylunterkünften durch Flüchtlinge mit Bleiberecht nicht ewig dulden wird. Außerdem dürfen Schutzsuchende, die das Asylverfahren bereits abgeschlossen haben, nicht in Gewerbegebieten untergebracht werden. Für die Unterbringung von Obdachlosen sind die Kommunen zuständig; die laufenden Kosten übernimmt das Jobcenter.

Werner Lauff

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