Mehr Flächen, mehr Kommunikation

Wirtschaftsförderer von Landsberg André Köhn zieht Halbjahres-Bilanz

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Wirtschaftsförderer André Köhn (rechts) und Oberbürgermeister Mathias Neuner wollen Wirtschaft, Politik und Verwaltung näher zusammenbringen.

Landsberg – Seit dem 1. Juni hat die Stadt Landsberg einen Wirtschaftsförderer. Als Kümmerer ist André Köhn für die Belange der vielen Unternehmen in der Lechstadt zuständig. Dem KREISBOTEN hat er jetzt ein kleines Zwischenfazit gegeben.

Die vergangenen fünf Monate war Köhn vor allem mit einer Sache beschäftigt: Netzwerken. „Ich habe viele Gespräche mit Unternehmern geführt und mir die Sorgen und Nöte angehört.“ Zwei Hauptpunkte haben sich dabei herausgestellt: der große Bedarf an Flächen und die bisher nicht optimale Kommunikation zwischen Wirtschaft, Verwaltung und Politik.

Köhn weiß: „Flächen sind rar.“ Es gebe viele Anfragen, jedoch nicht nur von neuen Firmen, die sich in Landsberg ansiedeln wollen. „Wir haben hier einen gesunden Branchenmix. Große Unternehmen, die auf der ganzen Welt bekannt sind. Aber es gibt in Landsberg auch zahlreiche ‚Hidden Champions‘, die ebenfalls einen Erweiterungsbedarf haben.“ Köhn will auch diese kleineren, aber durchaus wertvollen Unternehmen unterstützen und ihnen die benötigen Flächen zur Verfügung stellen. Denn der Branchenmix sei „kein Selbstläufer“.

Zunächst gilt es aber, die Erstellung des Flächennutzungsplans abzuwarten. Auch das Einzelhandelsentwicklungskonzept, das Anfang 2020 fertig werden soll, werde berücksichtigt. „Das ist eine spannende Herausforderung.“

Die zweite große Baustelle ist die Kommunikation und die Transparenz. „Die Unternehmen sollen mehr über ihr Mitspracherecht erfahren.“ Über Entscheidungen, die etwa im Stadtrat fallen, sollten die Firmen zudem nicht über die Presse, sondern direkt informiert werden.

Um Wirtschaft, Politik und Verwaltung ins Gespräch zu bringen, stehen derzeit gleich drei Maßnahmen auf dem Programm. Köhn und Oberbürgermeister Mathias Neuner erklären, was geplant ist. Im „Landsberger Forum“, einem Beirat des Stadtrats, sollen zum Beispiel gemeinsame Lösungsansätze bei allen Aktivitäten der Stadt erarbeitet werden. Dazu gehören laut Köhn Veranstaltungen, aber auch Baustellen oder ähnliches.

Eine weitere Maßnahme, die es in dieser Form noch nicht gab, ist ein Runder Tisch. Der richtet sich an die Gastronomie und Hotellerie der Innenstadt. „Die Bitte dazu wurde mir in einem der Gespräche der letzten Monate zugetragen“, erklärt Köhn. OB Neuner erklärt, dabei ginge es vor allem auch um das Sammeln von neuen Ideen. Stichwort Veranstaltungen. Köhn ergänzt, dass auch Themen wie Genehmigungen, Bestimmungen oder aber die Gestaltung von Außenbereichen besprochen werden sollen. Deshalb sollen auch bei diesem Termin Vertreter aus Politik und Verwaltung anwesend sein.

Am Dienstag, 19. November, steht außerdem noch ein Unternehmerabend an. Köhn wird dort einen Ausblick geben und über Perspektiven der Wirtschaftsförderung sprechen. Auch das Thema Gewerbeflächenentwicklung steht auf dem Programm.
Stephanie Novy

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