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Kauferinger Kommunalwerke legen Wirtschaftsplan 2019 vor

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Sowohl bei der Wasserversorgung als auch bei der Abwasserbeseitigung müssen die Kommunalwerke Geld für Reparaturen bereitstellen. Straßenbaustellen, wie beispielsweise hier an der Ottostraße, Einmündung Ludwigstraße, werden die Anwohner weiter begleiten © Spörer

Kaufering – Bislang war die Fernwärmeversorgung der Marktgemeinde ein Verlustgeschäft. Im Wirtschaftsplan der Kommunalwerke sollen aber 2019 in diesem Segment erstmals schwarze Zahlen geschrieben werden. Diese erfreuliche Nachricht wäre in der Haushaltsdiskussion der Marktgemeinde fast untergegangen, hätte nicht die 2. Bürgermeisterin Gabriele Triebel nochmal explizit darauf hingewiesen.

Die Kauferinger Kommunalwerke sind ein Eigenbetrieb der Kommune, die die Geschäftsfelder Wasserversorgung, Abwasserbeseitigung und Versorgung mit regenerativen Energien betreibt. Insgesamt rechnen die „Werke“, wie sie im Alltagsjargon genannt werden, im laufenden Geschäftsjahr 2019 mit einem Gewinn von 272.000 Euro. Allerdings ist die Entwicklung in den einzelnen Geschäftsfeldern sehr unterschiedlich.

2019 rechnen die Werke bei der Wasserversorgung mit einem Verlust von 91.500 Euro (Vorjahr rund 106.000 Euro), so die kaufmännische Leiterin Manuela Nitsche bei der Vorstellung des Wirtschaftsplanes im Marktgemeinderat. Das sei vor allem den Aufwendungen für die Reparaturen der Hauptversorgungs- und Hausanschlussleitungen geschuldet. Nitsche sagte, dass durch die kontinuierliche Wartung und Überprüfung des Leitungsnetzes auch künftig weiterhin von Reparaturmaßnahmen auszugehen sei.

Ebenfalls verlustträchtig ist das geplante Jahresergebnis bei der Abwasserentsorgung. Nitsche hat gut 110.000 Euro einplant. Im Vorjahr betrug der Verlust über 100.000 Euro. Zu Buche schlagen hier vor allem die Mehraufwendungen für die kameratechnischen Untersuchungen gemäß der „Verordnung zur Eigenüberwachung von Wasserversorgungs- und Abwasseranlagen“, kurz EÜV genannt.

Der Geschäftszweig „Regenerative Energien“ beinhaltet die Fernwärmeversorgung sowie die Photovoltaikanlage zur Erzeugung und Verkauf von Strom. Während die Photovoltaikanlage in der Vergangenheit schwarze Zahlen schrieb, war die Fernwärmeversorgung durch Verluste geprägt, die aber durch die Photovoltaikanlage mehr als ausgeglichen wurden. Dennoch war es Ziel, die Fernwärme gewinnbringend zu gestalten.

Insgesamt sollen die „Regenerativen Energien“ 2019 einen Gewinn von rund 475.000 Euro abwerfen. Dabei soll der Überschuss der Photovoltaikanlagen mehr als 440.00 Euro betragen. Der Gewinn aus der Fernwärme soll sich auf gut 310.000 Euro belaufen.

Es wird allerdings noch lange dauern, bis die Kommunalwerke von ihrem Schuldenstand herunterkommen. Anfang 2019 beliefen sich die Schulden auf knapp 25,8 Millionen Euro. Davon entfielen auf die Wasserversorgung 3,3 Millionen Euro, auf die Abwasserentsorgung knapp 3,8 Millionen Euro und auf die „Regenerativen Energien“ 18,7 Millionen Euro.

Ende 2019 soll der Schuldenstand der Werke auf 25,6 Millionen Euro absinken, denn im laufenden Geschäftsjahr sind umfangreiche Investitionen geplant, die zu einer Kreditaufnahme von knapp 1,2 Millionen Euro führen. 2019 werden 2,2 Millionen Euro an Altschulden getilgt. Die mittelfristige Finanzplanung sieht vor, dass die Schulden bis zum Jahr 2022 auf 20,5 Millionen Euro absinken. 2013 waren es noch mehr als 32 Millionen Euro.

Der Marktgemeinderat billigte den Wirtschaftsplan der Werke mit 18 : 3 Stimmen.

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