Einkaufen am Ammersee-Westufer

Ein Markt wie in Utting

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Eine eingeschworene Truppe sind die Fieranten des Uttinger Wochenmarktes. Seit vielen Jahren regelmäßig mit dabei sind (von links) Anneliese Weber (Honig), Marktleiterin Ute Jesina (Brot und Backwaren), Renate Wecker (Blumen) und vom Obst- und Gemüsestand Anita Kern.

Utting/Schondorf – Der Uttinger Wochenmarkt hat seinen 25. Geburtstag gefeiert, während in der Nachbargemeinde Schondorf gerade die Geburt eines grünen Marktes eingeleitet wurde: Mit 11:3 Stimmen beschloss hier der Gemeinde­rat, nach Ende der Sommerferien auf dem Gelände zwischen Bahnhof und Edeka-Markt an den Freitag-Nachmittagen einen Wochenmarkt zu etablieren.

Nachdem in Vorgesprächen schon geklärt worden war, dass sich die Gemeindeverwaltung nicht mit der Organisation eines Marktes belasten solle, wurde Bürgermeister Alexander Herrmann aktiv. Er präsentierte den Gemeinderäten im nichtöffentlichen Teil der Sitzung mit Peter Kaun jun. aus Dießen einen externen Marktleiter, der das Projekt in eigener Regie und auf eigenes Risiko auf die Beine stellen wird – finanziert über Standgebühren.

Kaun hat mit seinem wöchentlichen (Mittwoch) „Viktualienmarkt“ in Dießen viel Erfahrung auf diesem Gebiet und ist mit Fieranten aus der ganzen Region bestens vernetzt. Und er hat einen entscheidenden Vorteil: Da alle seine Fieranten eine Reisegewerbekarte haben, muss die Gemeinde nicht gleich das Marktrecht beantragen. „Das können wir immer noch tun, wenn sich der Wochenmarkt eingespielt hat“, betonte Bürgermeister Herrmann. Das Gelände um den Bahnhof sei ideal, weil es hier öffentliche Toiletten für die Besucher sowie getrennte WCs für die Aussteller im Jugendhaus gebe, so der Rathauschef weiter. Das sei gesetzliche Voraussetzung für einen Markt.

CSU-Gemeinderat Rainer Jünger zeigte sich nicht glücklich mit der Ortswahl wegen zu erwartenden Verkehrs- und Parkproblemen. Außerdem fände er es klüger, die ISEK-Planungen mit dem Gelände abzuwarten. „Das kann noch Jahre dauern“, konterte Bürgermeister Herrmann und bat zur Abstimmung. Mit dem deutlichen Okay der Ratsmehrheit startet also nach den Sommerferien ein grüner Wochenmarkt, auf den sich viele Schondorfer schon freuen. Denn er sei auch ein wichtiger sozialer Treffpunkt für die Bürger, wie Wolfgang Schraml von den Freien Wählern betonte.

Bestens etabliert

Vor dem alten Feuerwehrhaus in der Mühlbachstraße feierte Marktleiterin Ute Jesina mit ihren Mitstreitern und zünftiger Musik des Duos „Kleine Freiheit“ das 25-jährige Bestehen des Uttinger Wochenmarktes. Jeden Samstag zwischen 9 und 12.30 Uhr können sich die Besucher mit frischem Obst und Gemüse, Brot- und Backwaren, Käse, Wurst, Honig, Blumen und vielem mehr eindecken. Bei Kaffee und selbstgebackenem Kuchen verweilt man nach dem Einkauf gerne auf einen Ratsch mit Bekannten, die man hier regelmäßig trifft. Franziska und Franz Eigner vom Käsestand brachten zur Feier des Tages sogar drei Ziegen aus ihrer Herde mit, die sich von den Marktbesuchern gerne streicheln ließen.

Dieter Roettig

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