In stürmischen Zeiten

Dießen – Ein Bootsführer mit Leib und Seele geht in Pension: 40 Jahre lang war Wolfgang Ströbele Polizeibe­amter – davon 15 Jahre lang bei der Wasserschutzpolizei Dießen. Als die Polizeiinspektion einen Bootsführer suchte, meldete sich Ströbele und gab später sein Wissen auch als Ausbilder weiter.

Zunächst stand für Wolfgang Ströbele der Schichtdienst in Dießen auf der Tagesordnung. Im Laufe der Zeit hatte er sich als Jagd- und Umweltsachbearbeiter, aber auch als Schießausbilder, fortgebildet. „Später dann, als ein Bootsführer für die Wasserschutzpolizei Dießen gesucht wurde, meldete sich der versierte Polizeipraktiker freiwillig für die Ausbildung“, berichtet Dienststellenleiter Hartwin Lang.

Seit 1999 wurde Wolfgang Ströbele dann jedes Jahr – zwischen Ostern und Oktober – bei der Wasserschutzpolizei eingesetzt. Als Bootsführer schaute er auf dem Ammersee nach dem Rechten, schlichtete Streitigkeiten zwischen Badenden und Seglern, kontrollierte die Ruhe- und Schutzzonen am See oder hielt die Dampferstege frei.

„Nicht selten musste er bei Vermisstensuchen auf dem Ammersee mit den anderen Hilfs- und Rettungsdiensten ausrücken“, sagt Lang. Ströbele musste auch helfen, Wasserleichen zu bergen oder auf dem sturmgepeitschten See verunglückte Segler an Land bringen. Auch war er die letzten Jahre als Ausbilder für die Zentralstelle der Bayerischen Wasserschutzpolizei tätig, und damit ganz konkret mit der praktischen Ausbildung der bayerischen Nachwuchs-Wasser-schutzpolizisten betraut.

„In Erinnerung bleiben wird Wolfgang Ströbele sicher auch ein Einsatz auf dem Ammersee während eines heftigen Unwetters im Juli 2006“, glaubt Lang. An dem Tag war ein Bootsführer von einem Blitz getroffen worden und seinen schweren Verletzungen erlegen.

„Für mich als Leiter der Polizeiinspektion Dießen bleibt nun nur noch , mich bei Wolfgang Ströbele herzlich für seine Kollegialität, seine engagierte und kompetente Dienstverrichtung für die Bürger in unserer Region zu bedanken“, so Dienststellenleiter Hartwin Lang. Jetzt möchte Ströbele sicherlich wieder öfter seinem größten Hobby – der Jagd in den heimischen Wäldern und Fluren – nachgehen.

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