Erst das Urteil, dann der Sport

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Seit kurzem neu im Fitnessprogramm des Amtsgerichtes Landsberg: Reaktiv Walking. Geschäftsleiter Günter Voglmair (2. v. links) ist mit von der Partie.

Landsberg – Fitness im Amtsgericht: Um die Gesundheit der Mitarbeiter zu erhalten, die Teambildung und Motivation zu fördern, hat die Behörde für ihre Beschäftigten ein Sportprogramm ins Leben gerufen. Wer abends nach der Arbeit laufen geht, in der Mittagspause schwimmt oder Tischtennis spielt, profitiert in doppelter Hinsicht. Zusätzlich zum gesteigerten Wohlbefinden gibt’s einen Bonus aufs Arbeitszeitkonto.

Vom Wachtmeister bis zum Richter stehen die Sportangebote allen 60 Mitarbeitern offen. „Wir üben alle eine über­- wiegend sitzende Tätigkeit aus“, sagt Geschäftsleiter Günter Vogelmair. „Ein Ausgleich ist hier umso wichtiger.“ Bereits seit dem vergangenen Jahr existiert ein Lauf-Treff, zu dem man sich einmal wöchentlich nach Dienstschluss einfindet. Eine Tischtennisplatte im obersten Stockwerk des Gerichtsgebäudes in der Lechstraße lädt zum Match in der Mittagspause. Im Sommer dürfen die Mitarbeiter einmal in der Woche kostenlos im Inselbad schwimmen gehen. „Dieses Angebot ist vor allem für die Halbtagskräfte gedacht, die abends nicht mehr da sind, wenn wir zum Laufen gehen“, sagt Voglmair.

Nun ist als weiterer Baustein im Fitnessprogramm ein Kurs in Reaktiv Walking hinzugekommen. Bei dieser Form des Ausdauertrainings wird während des Walkens mit speziellen granulatgefüllten Hanteln trainiert. Das kommt an. Elf Mitarbeiter machen mit, ein Trainer begleitet die Gruppe. Bezahlt wird er je zur Hälfte von den Teilnehmern selbst und vom Oberlandesgericht. Wer eines der Sportangebote wahrnimmt, bekommt auf seine wöchentliche Arbeitszeit eine halbe Stunde gutgeschrieben.

Sportliches Gericht

„Es war der Wunsch des Justizministeriums, dass an den Ge­richten für die Gesundheit der Mitarbeiter etwas getan wird“, erklärt Voglmair. Ziel dabei sei eine bayernweite Reduzierung der Krankheitstage. Die seien speziell in Landsberg allerdings nie überdurchschnittlich hoch gewesen. „Wir sind ein relativ sportliches Gericht“, sagt der Geschäftsleiter. „Und das trotz unseres recht hohen Altersdurchschnitts von 53 Jahren.“

Ulrike Osman

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