Zabel geht, Hurtik kommt – EV Landsberg 2000 nutzt die Spielpause zur nächsten Runderneuerung

Norbert Zabel will nicht mehr. Nach nur acht Saisonspielen hat der Trainer beim EVL 2000 hingeworfen. Aus sportlichen und finanziellen Gründen, wie der 44-Jährige vergangene Woche im Telefonat mit dem KREISBOTEN sagte. Neuer Mann an der EVL-Bande soll nun Marian Hurtik werden.

„Wir haben natürlich zu wenig Punkte“, gestand Zabel die unbefriedigende sportliche Situation ein. Aber was für ihn noch viel schwerer wiegt – Zabel wartet schon seit Beginn der Saison auf Geld vom Verein. „Am Anfang habe ich mir das noch angeschaut und stillgehalten. Aber jetzt lasse ich mir das nicht mehr länger bieten.“ Das ganze soll schon zu Beginn seiner Amtszeit losgegangen sein. „Das hat mit dem Auto angefangen, das ich erst zwei Monate später gekriegt habe.“ Irgendwann sei dann für Zabel der Punkt gekommen, wo für ihn genug war. Bei einem Gespräch mit EVL-Vorstand Hans-Jürgen Böttcher hat Zabel seinen Entschluss dann mitgeteilt. Böttcher kann die Entscheidung nicht nachvollziehen. Er bestätigte, dass man mit einem Monatsgehalt im Rückstand gewesen sei, aber das habe der Verein von vornherein gesagt. Nach KREISBOTEN-Informationen soll es sich dabei um ein Monatsgehalt von 5000 Euro handeln. Der EVL-Chef bestreitet auch Gerüchte, dass der Verein finanziell im Schlamassel steckt. „Wir haben alles bezahlt, auch die Spieler.“ Fraglich ist aber, ob wirklich das Geld die große Rolle gespielt hat. Wie aus Vereinskreisen bekannt wurde, soll Zabel schon nach der 1:8-Schlappe gegen Dortmund seinen Rücktritt angeboten haben. Damals sei er angeblich aber noch einmal umgestimmt worden. Ex-AEV-Coach Zabels Nachfolger wird nun ein ganz erfahrener Mann. Marian Hurtik, bis Januar 2008 bei den Dresdner Eislöwen unter Vertrag, soll nun die Geschicke hinter der Bande leiten. „Wichtig ist, dass wir künftig diszipliniert auftreten“, gab der 58-jäh­rige Slowake bei seiner Ankunft am Montag als Marschroute aus. Seine künftigen Spieler Derek Switzer, Sebastian Wolsch und Markus Rohde kennt er bereits von seinen zahlreichen anderen Trainerstationen. Zwei Neuzugänge Als Willkommens-Geschenk be­­kommt Hurtik einen zusätzlichen Stürmer in den Kader. Unklar ist aber noch, wer es sein wird. „Wir haben einen echten Kracher an der Hand“, erklärt EVL-Vize Jochen Mörz. Es soll sich dabei um einen Kanadier handeln, der in der DEL derzeit auf dem Abstellgleis steht. Allerdings ist noch fraglich, ob die Landsberger den Stürmer überhaupt finanzieren können. Ganz weit oben auf der Liste steht auch Kevin Gardner. Der 28-Jährige war zwischen 2006 und ’08 für Füssen und Dresden aktiv. In 101 Oberliga-Spielen machte er sage und schreibe 70 Tore und 101 Assists. Neu im Kader ist zudem Maximilian Waitl. Der 17-Jährige soll neben Martin Hoffmann (der KREISBOTE berichte) die Defensive verstärken. Waitl kommt vom DNL-Team des EV Landshut und gilt als großes Talent. Zu sehen gibt’s die Neuen bereits am kommenden Freitag gegen die Passau Black Hawks. Am Sonntag ist der EVL dann spielfrei. alku

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