Mit "Zack" in die Tonne – Innenminister Herrmann beim Maiempfang der CSU Landsberg

„Wer mit ‚Wums‘ nach Europa gehen möchte, gehört mit ‚Zack‘ in die Tonne“, hat CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt die comicstilartige Wahlaussage der Grünen karikierend gesagt. Zum traditionellen Mai-Empfang am Freitag hatten in den Historischen Rathaussaal Landsbergs der CSU-Kreisverband unter Staatsministers a. D. Dr. Thomas Goppel, der -Ortsverband Landsberg unter Harry Reitmeir sowie die Mittelstandsunion unter Bernhard Kösslinger geladen. Neben dem bayerischen Innenminister und stellvertretenden Ministerpräsidenten Joachim Herrmann als Festredner war Dobrindt der Hauptredner des Empfangs.

„Wenn Thomas Goppel mich einlädt, dann ist es für mich eine Ehre zu kommen“, stellt Herrmann fest, bevor er in einer Grundsatzrede die politische Richtung seiner Partei dem Auditorium im nahezu vollen Rathaussaal skizziert. Man spürt, dass zwischen diesen beiden Politikern eine besondere Harmonie besteht. „Es ist wichtig, dass Verlass aufeinander ist in der Politik“, charakterisiert Herrmann sein Verhältnis zu Goppel und ergänzt: „Sie können stolz sein auf ihren Abgeordneten.“ Ein klares Bekenntnis zu einem Europa, in dem die CSU Bayern vertritt, eine eindeutige Identifizierung mit dem Prinzip der Sozialen Marktwirtschaft, wie sie ihr Gründer, der ehemalige deutsche Bundeskanzler Ludwig Erhard, konzipiert hatte, eine uneingeschränkte Beipflichtung zu Leistungsförderung, aber auch Forderung junger, in Ausbildung stehender Menschen, eine Absage an Terrorismus, sei er rechts oder religiös motiviert und schließlich eine kompromisslose Ablehnung eines EU-Beitritts der Türkei mit einem gleichzeitigen Plädoyer für eine „Partnerschaft“ der Türkei, sind die Schwerpunkte der Rede Herrmanns. Das Grundgesetz, dessen Einführung sich dieses Jahr zum 60. Mal jährt, nannte Herrmann „eine tolle und erfolgreiche Verfassung“. Mit einem Dank an die ehrenamtlichen Helfer im Freistaat endete Herrmann seine Rede. Jeder der fünf Redner an diesem ersten Maiabend – neben Herrmann und Dobrindt sprachen Harry Reitmeir, Bernhard Kösslinger sowie Dr. Thomas Goppel – betonte auf seine Art, welch bedeutende Weichen für die Zukunft in unserem Lande in diesem Jahr mit den drei anstehenden Wahlen, Bundespräsidenten-, Europa- und Bundestagswahl, gestellt werden. Denn alle waren sich darüber einig, dass „wir uns in extrem schwierigen Zeiten befinden“. Darauf wies auch zu Beginn der neue CSU-Ortsvorsitzende in Landsberg, Harry Reitmeir, in seiner Begrüßung hin. Zur Wahl des Bundespräsidenten ermahnte Dobrindt die Freien Wähler, ihr Versprechen der Wahl des amtierenden Bundespräsidenten Horst Köhler einzulösen. Und eine Trias von Wünschen richtete Dobrindt an die EU. Sie solle erstens demokratischer, zweitens bürgernäher und schließlich transparenter werden. Das sei umso wichtiger, als einmal gefällte Entscheidungen nicht rückgängig gemacht werden. Mit einer technischen Wahlanleitung zur Europa- wahl beendete Dobrindt seine kurze Rede. Einfach das Kreuz auf der ersten Seite bei der Nummer 1 machen, das sei der sicherste Weg auf diesem riesigen Wahlzettel. „Dann kann nichts passieren“, ist sich der CSU-General ganz sicher. Der Kreisvorsitzende der hiesigen Christsozialen, Dr. Thomas Goppel, stellte in seinen abschließenden Worten FOS-Lehrer Graf der Fachoberschule Landsberg mit seinen aus Schülern der 11. Klasse gebildeten drei Unternehmensteams vor. Die Sprecher der drei Teams präsentierten mit erstaunlicher Sicherheit ihr jeweiliges Unternehmenskonzept, mit dem sie fiktiv eine Firma führen und damit an einem überregionalen Wettbewerb teilnehmen. Anschließend bot sich beim Empfang die Gelegenheit zum „Miteinander reden und zuhören“, wie der Innenminister in seiner Rede an-kündigte, und, wie zu sehen war, wurde diese eifrig genutzt.

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