Der zähe Weg zum Solarpark

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ANDREA PETER Landsberg – Anträge zur Errichtung von Freilandfotovoltaikanlagen haben die Stadtoberen schon öfter beschäf- tigt – bisher blieben sie ohne Erfolg für Antragsteller und Befürworter. In der Stadtratssitzung am vorigen Mittwoch stand die Anlage an der B 17 Südwest eigentlich auch auf dem Programm. Doch Bürgermeister Norbert Kreuzer, der OB Ingo Lehmann vertrat, verschob das Thema auf die nächste Sitzung. Laut Stadtplaner Alfred Gan-zenmüller wurde die Entscheidung verschoben, da die Ausweisung des Fotovoltaikfeldes auf zwei Grundstücken der Gemarkung Ellighofen zunächst von einer Entscheidung über Aufforstungsflächen abhänge. Die Anlage soll nämlich auf den ehemals als Aufforstungsfläche vorgesehenen Grundstücken errichtet werden. Ganzenmüller, Referatsleiter im Stadtbauamt, weiß: „Der Stadtrat muss deshalb zunächst darüber abstimmen, ob die Flächen wieder aus der Aufforstung entnommen werden.“ Vom Bauausschuss war bereits im Mai dieses Jahres die Errichtung der Freilandfotovoltaik-Anlage auf den beiden Grundstücken empfohlen worden. Laut der Beschlussvorlage des Stadtrats von letzter Woche soll die Freilandfotovoltaikanlage an der B 17 die Bezeichnung „Solarpark Südwest“ erhalten. Vorgeschlagen werden auch niedrige und bautechnisch einfache Modulreihen, die locker aufgestellt sind und für eine Teilbesonnung des Bodens sorgen. Das Gras unter den Modulen soll gemäht oder durch weidende Schafe kurz gehalten werden. Vorgegeben ist weiter, dass die Pfähle, auf denen die Solarmodule angebracht werden, nicht zu wuchtig sind. Zudem muss auch der Flächhennutzungsplan an diese Planung angepasst werden. Einer, der sich stets für die Fotovoltaik stark gemacht hat, ist Grünen-Stadtrat Ludwig Hartmann. Auf Anfrage des KREISBOTEN erklärt er: „Es hat lange gedauert, aber wir sind jetzt kurz davor, dass es für die Fotovoltaikanlage an der B17 grünes Licht gibt. Dieses Beispiel zeigt, wie wichtig es ist, hartnäckig an einem Thema dran zu bleiben. Dank des gemeinsamen Überprüfungsantrages wird es wahrscheinlich zur Genehmigung der Freiflächenanlage kommen. Und das ist an diesem Standort auch gut so.“ Hartmann weiß, dass Freiflächenanlagen für Diskussionen sorgen, appelliert aber an die Verantwortung, der man sich auch in Landsberg stellen müsse. „Auch wir müssen einen Beitrag zu einem erneuerbaren Energiemix leisten.“ Der Grünen- Chef hofft für die Arbeit im Stadtrat, „dass wir in Zukunft nicht gleich ,nein‘ sagen, sondern jeden möglichen Standort genau prüfen und dann abwägen. Auch wenn dieser Weg schwieriger sein kann.“

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