Entscheidende Kontrollen

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Zu den folgenschwersten Unfällen im Bereich der Landsberger Polizei zählte dieser: Am 17. Oktober prallt ein 24-jähriger Autofahrer auf der B 17 bei Seestall mit seinem Wagen gegen einen Baum. Seine beiden Mitfahrer werden durch den Aufprall getötet.

Landsberg – Durchschnittlich acht Verkehrsunfälle passieren pro Tag im Bereich der Landsberger Polizeiinspektion. Insgesamt seien laut Polizeisprecher Franz Kreuzer aber 2013 fast genauso viele Unfälle passiert wie in den Jahren zuvor, dennoch setzen die Beamten auf Kontrollen.

2954 Unfälle tauchen in der Verkehrsstatistik für 2013 der Landsberger Polizei auf. Davon waren rund 1600 sogenannte Kleinunfälle, beispielsweise Parkrempler. „Trotzdem gab es leider im vergangenen Jahr immer noch zehn Verkehrstote“, berichtet der Landsberger Dienststellenleiter Alfred Geyer. Die meisten Unfälle passieren auf der Autobahn A 96, der B 17 und den Staatsstraßen.

Zu schnell unterwegs

Hauptursache der Verkehrsunfälle war auch 2013 wieder die Geschwindigkeit. Wegen zu schnellen Fahrens auf den Straßen in und um Landsberg verlor eine Person das Leben, 161 Personen wurden verletzt. Deswegen setzt die Landsberger Polizeiinspektion auch weiterhin auf Geschwindigkeitskontrollen. „2012 war unsere Laserpistole in Reparatur, deswegen haben wir nicht so viel kontrollieren können“, sagt Geyer. Jetzt habe man aber Geschwindigkeitsmessungen wieder nach oben geschraubt: Im vergangenen Jahr war die Laserpistole 164 Stunden im Einsatz, im Jahr davor nur 87. Der Schwerpunkt liege dabei weiterhin auf der alten B 17, aber „auch innerorts und überall sonst kontrollieren wir“, betont der Dienststellenleiter.

Unter Alkoholeinfluss haben Verkehrsteilnehmer im letzten Jahr 38 Unfälle verursacht. Dabei wurden 27 Menschen verletzt. Die Beamten wollen diesen Zahlen entgegenwirken, indem sie bei Veranstaltungen schon vorher kontrollieren und gegebenenfalls Autoschlüssel sicherstellen. 29 Fahrten seien so verhindert worden, berichtet Franz Kreuzer. 

Insgesamt beobachteten die Polizisten 109 folgenlose Trunkenheitsfahrten – also ohne, dass es zu einem Unfall kam. „In 2012 waren es noch 73, letztes Jahr haben wir einfach mehr erwischt“, erklärt Kreuzer. Eine besondere Häufung von Trunkenheitsfahrten habe man im Landsberger Bereich nicht festgestellt, so Geyer. „An Fasching zum Beispiel lassen die meisten sich abholen.“

Ausreißer gebe es eher bei den Burschenfesten auf den Dörfern, aber auch hier gebe es keine besonders auffälligen Veranstaltungen. Unfälle, bei denen Beteiligte unter Drogeneinfluss standen, habe es 2013 nicht gegeben.

Regeln auch für Radler

Fahrradfahrer waren im letzten Jahr seltener in Unfälle verwickelt, die Anzahl habe um 7,4 Prozent abgenommen, so Kreuzer. Dennoch passiertem 136 Unfälle mit Radfahrern, dabei wurden 111 Menschen verletzt – oft seien die Fahr-radfahrer aber auch allein beteiligt. „Die Radler halten sich auch nicht immer an die Verkehrsregeln“, meint Alfred Geyer. Nicht jeder wisse immer über die Regelungen Bescheid, etwa die Freigabe der Fußgängerzone für Radler durch den Stadtrat.

Janina Reich

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