Die Zahlen ums Kinderfest stimmen

Der Bayertorwagen beim Festumzug. Foto: Archiv

Seit Monaten laufen die Vorbereitungen für das Ruethenfest 2011 auf Hochtouren. Von 15. bis 24. Juli 2011 und damit ein Tag länger als bisher wird Landsberg wieder ganz im Zeichen des mittelalterlichen Kinderfestes stehen. Im Rahmen der Mitgliederversammlung informierte der 1. Vorsitzende des Ruethenfestvereins, Tobias Wohlfahrt, unter anderem über die Finanzierung des Großereignisses sowie anstehende Neuerungen.

Rund 100 Mitglieder waren ins Sportzentrum gekommen, um sich auf das Event im nächsten Jahr einzustimmen. „Die Organisation läuft auf Hochtouren“, sagte Tobias Wohlfahrt. So hat sich die Vorstandschaft darauf verständigt, dass die Hauptfestabzeichen beim Ruethenfest 2011 zwölf Euro kosten werden, im Vorverkauf sollen sie für neun Euro erhältlich sein. Auf die Tombola verzichtet das Organisationsteam diesmal, „weil die Erfahrung gezeigt hat, dass deshalb auch nicht wesentlich mehr Abzeichen im Vorverkauf verkauft werden“, erklärte der 1. Vorsitzende. Die bisher sechswöchige Vorverkaufszeit wird außerdem auf zwei Wochen verkürzt. Tagesabzeichen für die Festumzüge am Samstag und Sonntag können für sechs Euro, für die Eröffnungsfeier und das RuethenFestSpiel 2011 für vier Euro erworben werden. Insgesamt erwartet sich der Verein Einnahmen von rund 143000 Euro bei 26000 verkauften Abzeichen. Zusammen mit den Mitgliedsbeiträgen der rund 1200 Mitglieder (15000 Euro), Elternspenden für Kostüme und Pferde (20000 Euro), Einnahmen aus Tribünenkarten (10000 Euro) und sonstigen Spenden und Einnahmen (70000 Euro) ergibt sich auf der Einnahmenseite eine Summe von 258100 Euro. Demgegenüber stehen Ausgaben in Höhe von 258500 Euro. Allein rund 20000 Euro investiert der Verein in das neue RuethenFestSpiel der „Stelzer“, das von den beiden Regisseuren Wolfgang Hauck und Peter Pruchniewitz vorgestellt wurde. Bereits seit einigen Wochen trainieren die beiden mit etwa 70 Kindern in einem offenen Training das Laufen auf Stelzen. „Unser Ziel ist es, bis Dezember rund 30 fürs Sprechen, Singen und Spielen geeignete Jugendliche zu haben, so dass wir ab Januar mit der eigentlichen Theaterarbeit beginnen können“, sagte Hauck. Zusammen mit vier bis fünf Profischauspielern wird dann ein etwa eineinhalbstündiges Stück entstehen, das zweimal auf dem Hauptplatz aufgeführt werden soll und die „theatralische Inbesitznahme der Stadt durch Jugendliche“ zeigt. Finanziert wird das Spektakel neben dem Beitrag des Ruethenfestvereins durch einen Zuschuss des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst in Höhe von 30000 Euro. 15000 Euro kommen von der Stadt Landsberg, 10000 Euro vom Bezirk Oberbayern sowie einiges von Sponsoren. „Damit haben wir etwa 80 Prozent der Kosten abgedeckt“, erklärte Hauck. Er betonte, dass die Produktion RuethenFestSpiel langfristig angesetzt sei und man dann für weitere Ruethenfeste auf den Fundus zurückgreifen könne. Bisher größtes Problem bei dieser Produktion sei jedoch der Mangel an männlichen Jugendlichen im Alter von 11 bis 17 Jahren sowie eine fehlende Halle, in der von März bis Juli geprobt werden müsste. Abschließend erklärte Tobias Wohlfahrt noch, dass der Verein langfristig auch auf der Suche nach einer geeigneten Festwagenhalle sei. In den vergangenen Jahren hat der Verein die Festwägen immer wieder mit großem Aufwand umgezogen, weil man aus den gemieteten Hallen wieder heraus musste. Zuerst habe man eine Halle im Frauenwald, dann in der Lechrainkaserne gehabt. Jetzt sei man wieder in einer Halle im Frauenwald, die auch günstig von der Stadt Landsberg abgekauft werden könnte, so Wohlfahrt. Doch realistisch betrachtet, sei diese Halle zu klein. „Langfristig gesehen wäre uns eine eigene Halle – möglichst im Osten der Stadt – lieber, in der zur Festzeit auch die Pferde unterkommen“, erklärte der 1. Vorsitzende. Dabei sei der Verein jedoch auf die Mithilfe der Stadt und der Sparkasse angewiesen.

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