In Petrus’ Hände

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Etwa auf Höhe des grünen Gebäudes (rechts) soll der Zebrastreifen das sichere Queren der Fahrbahn zwischen Musikschule und Klösterl erlauben.

Landsberg – Schnellstmöglich sollen sie für mehr Verkehrssicherheit sorgen, wenn aber Petrus kein Einsehen mit den Lechstädtern hat, dann geht da so schnell nichts: Die Zebrastreifen auf dem Hauptplatz können erst bei trockener Witterung und mindes­tens fünf Grad plus aufgebracht werden.

Einige Ratsmitglieder brachten am Mittwoch ihren Unmut darüber zum Ausdruck, dass sie aus der Presse von den geplanten Zebrastreifen zwischen Klösterl und Musikschule sowie kurz vor der Einfahrt in die Salzgasse erfuhren. Das hätten sie doch gerne mitentschieden, immerhin, so der Tenor im Stadtrat, war das in der Planung für den neuen Hauptplatz ja nicht vorgesehen.

Indes: OB Mathias Neuner hält das für nicht angebracht. Es gehe hier um die Sicherheit der schwächsten Verkehrsteilnehmer, der Kinder, der Senioren und der Gehbehinderten, informierte er, da sei die Verwaltung als Untere Straßenverkehrsbehörde gefragt und nicht der Stadtrat. „Deshalb haben wir beschlossen, die beiden Zebrastreifen als dauerhafte Überquerungshilfen zu schaffen.“ Zuvor habe er mit Vertretern des Ordnungs- und Bauamtes, der Polizei, des Landratsamtes und des örtlichen Busunternehmes die Situation in Augenschein genommen. Übereinstimmend sei man dabei zu der Erkenntnis gelangt, dass es ohne Überquerungshilfe nicht gehe. „Darauf könnten wir auch bei Tempo 20 nicht verzichten“, so Ernst Müller, Leiter des Ord­nungsamtes.

„Geduld und Ruhe“ in der Sache forderte CSU-Chef Helmut Weber ein, „wir hecheln hier rum wie die aufgeschreckten Hühner.“ Sein Kompromissvorschlag: Nur einen Zebrastreifen und zwar an der Musikschule; damit ließe sich der Fahrzeugverkehr gewiss abbremsen. Da aber war sich die Fraktion auch nicht mehr einig. So brachte Petra Kohler-Ettner Schulweghelfer als „bessere Alternative“ ins Gespräch, Edelgard Dörre will die unbefriedigende Situation mit „mehr Blitzen und stärkerer Präsenz des Ordnungs­dienstes“ bereinigen, für Martin Zeiser sind Zebrastreifen „nicht notwendig“.

Ginge es nach Prof. Hermann Knoflacher, kämen weitere Querungshilfen zur Entschleunigung des Fahrzeugverkehrs dazu. Toni Schwaiger

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