Zehnmal den Ball geklaut

Mit einem Sieg sind die Heimerer Schulen Basket Landsberg in das Jahr 2010 gestartet: Vor 450 Zuschauern im Sportzentrum hat die Mannschaft von Trainer Sascha Kharchenkov den Rivalen TSV Dachau Spurs nach Anfangsschwierigkeiten mit 105:91 bezwungen. Überragender Mann war wieder Jason Boucher. Der pfeilschnelle US-Amerikaner erzielte 34 Punkte und klaute den Gästen zehn Bälle.

Ebenfalls stark – vor allem in der 1. Halbzeit: Neuzugang Jeremiah Lawrence. Der zweite Amerikaner der HSB kam zu Jahresbeginn für Chris Moore an den Lech. Der Personalwechsel hatte für reichlich Wirbel gesorgt: die Eigengewächse Jannis Goldbach, Josef Egger und Christian Kufner warfen daraufhin das Handtuch, wodurch der Kader von Kharchenkov doch erheblich schrumpfte. Zu beachten war auch: Lawrence ist kein Center, wie Moore, sondern eher ein Flügelspieler. Das warf die Frage nach der Rollenverteilung im Team aufwarf. Doch zumindest diese Bedenken konnte man vorerst vergessen. Denn Lawrence konnte nicht nur seine starken Statistiken der letzten Saison (25 Punkte pro Spiel für Leitershofen) rechtfertigen, sondern fügte sich auch gut in das Spiel der Mannschaft ein. Er ließ das Spiel auf sich zukommen und erzwang nichts. Im 2. Viertel wurde er dann von seinen Teamkameraden immer häufiger gesucht und gefunden und der erst 23jährige bedankte sich mit einer vielen Treffern. So hatte er zur Pause bereits 21 Punkte erzielt. Nach dem Seitenwechsel verzettelte er sich dann aber in Einzelaktionen, sodass es im zweiten Spielabschnitt nur noch sechs Zähler wurden. Bei Landsberg waren es die bewährten Kräfte, die für die Entscheidung sorgten. Jason Boucher kam dank Schnelligkeit zu unzähligen Ballgewinnen, die er in Punkte ummünzte. Zudem machte Kapitän Michael Teichner ein starkes Spiel. In der Verteidigung stellte er Dachaus US-Amerikaner Anthony Pettaway kalt und vorne übernahm er mehr Verantwortung als sonst (11 Punkte). Außerdem beschäftigten sich die Dachauer vor allem in der 2. Halbzeit zu sehr mit den Schiedsrichtern. Ihre drei Centerspieler mussten wegen technischen Fouls auf die Bank und so hatte Landsberg ab der Mitte des 3. Viertels Vorteile. Leider plätscherte die Partie dann nur noch dahin. Dachau hatte resigniert und die HSB schalteten gleich zwei Gänge runter. Das Spiel war spätestens bei 82:64 entschieden. Dennoch schmorte wieder ein Landsberger Eigengewächs auf der Bank: Lorenz Schwinghammer, neben Lukas Klocker einzig verbliebener Spieler aus der eigenen Jugend, wurde nicht mehr eingewechselt. Außerdem verbrachte Fabian Kirchhoff (18 Punkte) in der 2. Halbzeit nach einer Verletzung viel Zeit draußen. Nun geht es am kommenden Sonntag, um 19.30 Uhr, zum Tabellennachbarn hapa Ansbach.

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