Im Zentrum keine Nachtbars

Vergnügungsstätten wie Nachtbars, Spielhallen, Peepshows und dergleichen soll es auch in Zukunft im Zentrum von Schondorf nicht geben. Gewerbe dieser Art sind mit einstimmigem Gemeinderatsbeschluss aus dem in Aufstellung befindlichen Bebauungsplan „Ortsmitte“ ausgeschlossen worden. Außerdem wird die Verwaltung umgehend klären, ob das vor kurzem von der Gemeinde erworbenen Bahnhofsgebäude und die Nebengebäude unter Denkmalschutz stehen.

Wie Ralf Müller, Leiter der Geschäftsstelle erklärte, sei der größte Teil des Bebauungsplanes „Ortsmitte“ im Flächennutzungsplan als Mischgebiet ausgewiesen. Kommerzielle Vergnügungsstätten seien aber nur in Gewerbegebieten uneingeschränkt möglich. In Mischgebieten bedürfen sie der besonderen Genehmigung oder können von vorne herein ausgeschlossen werden. Stattdessen könne das Gebiet als Sondergebiet für öffentliche Einrichtungen ausgewiesen werden. Versammelt sind hier bereits das Rathaus, die Feuerwehr und die Gemeindebücherei. Aufzunehmen, so die Empfehlung Müllers, sei noch das geplante Jugendhaus im ehemaligen Waschhaus der Bahn. Die Frage von Uta Klauß, ob auch Gaststätten wie die Kulturbar „Kuba“, wo unter anderem auch Live-Musik stattfindet, als Vergnügungsstätten gewertet werden, konnte Müller klar verneinen. Aber, erläuterte Wittmaack, wir haben im Bereich des Bahnhofs größere Gebäude, die sich zum Beispiel als Disco eignen würden. Das ist nach Ausschluss von Vergnügungsstätten aus dem Planungsgebiet nicht mehr möglich.“ Das „Kuba“ sei dagegen „im Bebauungsplan mit drin“. Andreas Dhom regte außerdem an, statt des Begriffes „Jugendhaus“ in den Bebauungsplan die Formulierung „Einrichtung für öffentliche Jugendarbeit“ aufzunehmen. Dies würde unter anderem auch das Beratungsspektrum abdecken. "Ein oller Bahnhof"? Bürgermeister Peter Wittmaack (SPD) ist auf eine Liste der Denkmalschutzbehörde der Bayerischen Staatsregierung gestoßen, in der auch der Schondorfer Bahnhof aufgeführt ist. Unter Denkmalschutz könnte dann gegebenenfalls das „ganze Ensemble mit Nebengebäuden“ stehen, also auch der Schuppen nördlich des Bahnhofs, den die Gemeinde wegschieben möchte, um an dieser Stelle einen Bushalt einzurichten. Dass „so ein oller Bahnhof“ unter Denkmalschutz stehen könnte, konnte sich Gemeinderätin Uta Klauß (CSU) beim besten Willen nicht vorstellen und Andreas Dhom (FWS), der selbst als Jurist im Staatsdienst tätig ist erklärte, dass derartige Listen nicht unbedingt bindend sein müssen. „Über die Angelegenheit diskutieren wir dann, wenn wir von der zuständigen Stelle eine Antwort haben“, schloss Wittmaack.

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