Ein Zeugnis für viele Chancen

Die besten Fachabiturienten (v. li.):Florian Bischeltsrieder, Lars Gerritsen (beide Technik FOS, Note 1,92), Verena Schicker (Wirtschaft FOS, 1,36), Anna van Halsema (Sozialwesen FOS, 1,2), Melanie Grandauer (Wirtschaft BOS, 1,59), Stefan Linder (Technik BOS, 1,66) Foto: Peters

Als Oswald Kurr am Dienstag voriger Woche pünktlich um 14 Uhr an das Rednerpult trat, strömten immer noch Schüler und Eltern in die Dreifachhalle des Landsberger Sportzentrums. Manch einer müsse wohl seine schlechte Angewohnheit aus dem vergangenen Schuljahr weiter pflegen, scherzte der Leiter der Beruflichen Schulen angesichts der ungeplanten Verzögerung. Allzu lang musste sich Kurr jedoch nicht mehr gedulden, dann hatten auch die letzten der knapp 300 frischgebackenen Fachabiturienten ihren Platz auf den Stühlen vor der Bühne gefunden, auf der sie später feierlich ihr Fachhochschulzeugnis entgegen- nehmen sollten.

„Sie haben ein wichtiges Ziel erreicht“, lobte Knurr die Absolventen der zwölften Klasse der Fach- und Berufsoberschule in seiner Begrüßungsrede. Gleichzeitig jedoch stelle das Ende der zwölfjährigen Schullaufbahn den Start des weiteren Berufs- und Lebenswegs dar, betonte der Schulleiter, für den, so sei er überzeugt, das Fachabitur „viele Chancen“ biete. „Deutschland braucht Facharbeiter, Akademiker und vor allem Ingenieure.“ Zugleich appellierte er an die Absolventen, neben dem beruflichen Weg ihre „staatsbürgerliche und politische Verantwortung“ nicht zu vergessen. „Lassen Sie sich nicht einreden, dass das Zeit hätte und beginnen Sie schon jetzt, ein mündiger Bürger zu werden. Lesen Sie auch mal Zeitung und schalten Sie im Fernsehen bei einem politischen Magazin nicht gleich um auf eine seichte, niveaulose Personality-Show.“ Besonders dankte Kurr in seiner Rede den Praxisbetrieben, ohne die Fachoberschulen „nicht denkbar“ seien. Als Vertreter von Landkreis und Stadt überbrachten Kreisrat Josef Lutzenberger und Stadträtin Margarita Däubler den Absolventen ihre Glückwünsche. „Auf Ihre Leistung dürfen Sie zu Recht stolz sein“, sagte Lutzenberger, doch dürfe man auch die Unterstützung durch das Umfeld nicht vergessen. „Ohne klappt es nicht.“ Die stellvertretende Elternbeiratsvorsitzende Iris Hub-Bihlmeier erinnerte daran, dass der Erfolg „nicht ohne das angenehme Klima an der Schule möglich gewesen wäre.“ Den Absolventen machte sie mit Konfuzius’ Worten Mut für den nächsten Lebensabschnitt: „Auch der weiteste Weg beginnt mit einem ersten Schritt.“ Für die Jahrgangsbesten hatte Stefan Jörg noch den Besten-Preis der Volks- und Raiffaisenbanken im Gepäck, ehe endlich alle Schüler nacheinander jenes Dokument überreicht bekamen, auf das sie in den vergangenen Schuljahren so mühevoll hingearbeitet hatten: ihr Fachhochschulzeugnis.

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