Zieh’ das Haus warm an – "Energieabend" von Baustoffe–Renner

Wie viel verbraucht mein Haus und wie kann ich Heizenergie sparen? Beim Informationsabend der Firma W. Renner GmbH am Mittwoch im Stadttheater ging es rund um das Thema Energie. Etwa 300 Interessierte kamen, um sich darüber zu informieren, wie die Energieeffizienz am Eigenheim zu steigern ist. Im Mittelpunkt stand die Thermografie, bei der das Haus mit einer Wärmebildkamera fotografiert wird und so die Wärmestrahlen sichtbar werden. Viele rote Stellen zeigen: Hier geht Wärme am Haus verloren. Ein Bild, bei dem das Gebäude in gelb-grün erscheint, hat wenig Wärmeverlust.

Den „werdenden Energiesparern“ wurde im Stadttheater alles geboten, was benötigt wird, um ein Haus energieeffizient zu gestalten – vom Modernisierungskonzept und Umsetzung, über Finanzierung und Förderung bis zu den gesetzlichen Anforderungen. Dazu hatten neben der Firma Renner auch Baukunsthaus Epfenhausen, Schwenk- Dämmtechnik und der Verein Haus und Grund aus Landsberg einen Infostand im Theaterfoyer eingerichtet. Zudem war die Sparkasse Landsberg-Dießen vertreten. „Clevere Verbraucher sehen dem Preisauftrieb nicht tatenlos zu“, ermunterte Gebhard Vogel, Geschäftsführer von Renner-Baustoffe, als er die Gäste im Theatersaal begrüßte. Die Verteuerung werde sich auch in Zukunft fortzusetzen, nannte Vogel als Hintergrund für den Abend „Energie und Geld sparen, aber richtig!“. Bis zu 75 Prozent der Heizkosten ließen sich mit Nachrüstungen sparen. Ein guter Einstieg in die Baumaßnahmen rund ums Haus sei die Thermografie, sagte Architekt Christian Metzger. Mit den Bildern der Wärmebildkamera könnten auch die unsichtbaren Mängel am Haus offenbart werden, wie Wärmebrücken beim Übergang vom Dach zur Wand, Rollädenkästen oder nicht gedämmte Rohrleitungen. Hier ginge besonders viel Wärme verloren. Über die Energieeinsparverordnung 2009, die voraussichlich in der Mitte des Jahres erlassen werden soll, informierte Peter Schiffke von Schwenk-Dämmtechnik. Die Verordnung will die energetischen Anforderungen verschärfen. „Ziehen sie ihr Haus warm an,“ riet Schiffke und erklärte auch das Vorgehen: Zuerst müsse der Energiebedarf gesenkt werden, dann erst sei die Bedarfsdeckung anzugehen. Erste Maßnahmen seien die Gebäudehülle zu dämmen, das Dach zu sanieren, Fenster auszutauschen, luftundichte Stellen zu beseitigen und Wärmebrücken zu reduzieren. Dann erst sollte die Heizungsanlage ausgetauscht werden. „Warum braucht man ein Modernisierungskonzept?“, fragte Andreas Jörg, Energiefachberater bei Renner. „Damit an alles gedacht wird“, hieß Jörgs einfache Antwort und das bedeute auch Schallschutz, Schutz vor Sonneneinstrahlung und den Einbau von Lüftungsanlagen beim energie- effizienten Modernisieren zu bedenken. Was alles möglich ist, wussten die Gäste nun, wie das bezahlt werden kann, erklärte Thomas Mann von der Sparkasse – er sprach unter anderem Fremdfinanzierungsmöglichkeiten durch die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) an. Mit Kabarett klang der Energieabend aus: „Altministerpräsident“ Dr. Edmund Stoiber alias Wolfgang Krebs begeisterte den nahezu voll besetzten Theatersaal mit einer wirren Ministerpräsidenten-Rede voller Versprecher und Eigenlob, mit der die Stoiber-Zeit amüsant wieder auflebte.

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