Die Ziele sind deutlich gesteckt

Oberbürgermeister Mathias Neuner übergab am Freitag die Akten und den Schlüssel zur Stadtverwaltung an den neuen Kämmerer Peter Jung. Foto: Bauch

Viel zu tun hat der neue Kämmerer der Stadt Landsberg, Peter Jung, in den kommenden Wochen und Monaten. Der 41-jährige Schongauer, der zuvor in der Rechnungsprüfungsstelle des Landratsamtes tätig war, ist seit Freitag offiziell im Amt und schon stapeln sich die Akten auf seinem Schreibtisch. Größte Baustelle: die Haushaltsabschlüsse von 2006, 2007 und 2008.

Die Verwaltung und die einzelnen Referate lernte Peter Jung bereits kennen. „Mein Ziel für die nächsten Tage ist es, zu verstehen, wie die Verwaltung arbeitet“, so der neue Stadt-kämmerer. Jung war zuletzt als Beamter der Regierung von Oberbayern als Leiter der staatlichen Rechnungsprüfungsstelle im Landsberger Landratsamt tätig. Dass er nur zwei Monate nach seiner offiziellen Vorstellung schon sein Büro in der Stadtverwaltung in Bezug nehmen konnte, verdanke er unter anderem auch Landrat Walter Eichner, denn in der Regel dauere eine solche Versetzung mindestens drei Monate. Um den Wechsel schnellstmöglich zu vollziehen, machte Eichner bei der Regierung Druck, sodass der Schongauer seine neue Stelle bereits zum 1. Juni antreten konnte. Über seine Nachfolge im Landratsamt wurde laut Pressesprecherin Anna Diem noch nichts entschieden. „Derzeit sind wir intern auf der Suche nach einer Lösung – bisher haben wir aber noch keine gefunden.“ Auf den neuen Kämmerer warten nun große Herausforderungen. „Das Muss für die nächsten Monate sind die Jahresabschlüsse von 2006 bis 2008“, erklärt er. „Darauf bauen dann die Entscheidungen auf – auch für den Haushalt 2013.“ Ab Juli werde er sich dem Haushaltsplan für das kommende Jahr widmen. Bis Ende dieses Jahres möchte Peter Jung sich dann mit den derivaten Finanzinstrumenten auseinandersetzen. Diese hatten seinen Vorgänger Manfred Schilcher schließlich das Amt gekostet – mit den Zinstauschgeschäften wurden Millionen von Euro in den Sand gesetzt. „Es gibt viel zu tun – Herr Jung hat mehr Arbeit als ich“, scherzt Oberbürgermeister Mathias Neuner. „Wir geben ihm erst einmal Zeit, aber die Ziele sind klar.“ Der Kämmerer stehe vor einer Menge Arbeit, denn auch das laufende Tagesgeschäft sei nicht zu vernachlässigen: „Die Sitzungen des Bau- und Finanzausschusses finden jetzt fast schon im Wochentakt statt“, so Neuner. Jung betont jedoch: „Ich wollte es ja so.“

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