Zirkuszauber in Perfektion

Gut, dass es den Käfig gab, denn die brüllenden Löwen von Dompteur Martin Lacey bewiesen lautstark, dass sie keine Schmusekätzchen sind. Fotos: Bauch

Legendär ist der Circus Krone, und das seit über 100 Jahren. Legendär hat er sich auch am vergangenen Mittwoch bei der Premiere auf der Waitzinger Wiese in Landsberg präsentiert: Knapp drei Stunden hochklassige Zirkuskunst ließen die Zuschauer alles andere vergessen. Von halsbre­cherischen Akrobaten und Artisten, über Jonglagen und Balancen auf dem Todesrad, bis hin zu den klassischen Clowns war alles dabei. Beim todesmutigen „Crazy Wilson“ stockte einem der Atem, aber absoluter Publikumsliebling für Jung und Alt waren die lustigen Seelöwen.

Manege frei für 54 Artisten aus 14 Nationen und eine ganze Menge an wilden und exotischen Tieren, die das Publikum im Zirkuszelt – das allerdings nur gut zur Hälfte gefüllt war – ins Staunen brachten. Das Highlight des Abends war sicherlich der mutige „Crazy Wilson“ auf seinem Todesrad. Als einziger Artist weltweit schafft er es, einen Salto auf der Außenseite des Rades, welches sich in luftiger Höhe dreht, zu springen. Dabei hielt das ganze Zelt die Luft an und einige konnten nicht einmal hinsehen. Wegsehen wollte aber sicherlich niemand bei Löwendompteur Martin Lacey. Zwar lässt er keinen Zweifel daran, dass es sich bei den elf Raubkatzen nicht um kuschelige Schmusetiger handelt – ein Küsschen vom „König der Löwen“ gab es dann doch. Auch mit seinem seltenen weißen Löwen tauschte Lacey Zärtlichkeiten aus. Den Nashornbullen Tsavo wollte der Dompteur später zwar umarmen, allerdings scheiterte er aufgrund der Größe des dreieinhalb Tonnen schweren Kolosses daran. Die Lacher zogen in der Show des Circus Krone nicht etwa die musikalisch wahrlich talentierten Clowns auf sich, sondern auch wieder tierische Zeitgenossen. Die vier Seelöwen von Familie Duss begeisterten das gesamte Zirkuszelt mit lustigen Kunststücken. Schon beim Programmpunkt vor ihnen, hörte man sie aufgeregt hinter den Kulissen grunzen. Vielseitig zeigten die Robben dann in ihrer Show, dass auch sie Volleyball spielen können und mit einer Breakdance-Einlage stellten sie ihr Rhythmusgefühl unter Beweis. Für weitere spannungsvolle Momente des Abends sorgte die chinesische Artistentruppe „Chy Fu Dey“. Zu Beginn noch in den Farben des Feuers, sprangen sie von einer eigentlich unspektakulären Schiffsschaukel fasziniertende Salti und Schrauben. Später präsentierte das Ensemble in einer futuristischen Lichtshow synchro-ne Bungee-Kunststücke von einer Konstruktion an der Decke. Natürlich durfte auch Krone-Tochter Jana Mandana nicht fehlen. Unzählige Outfitwechsel und ihre geliebten Tiere brachten viel Applaus, auch, wenn einmal etwas nicht so gut klappte. Mit ihren sechs Dickhäutern entführte sie nach Indien, später tanzte sie mit den eleganten Pferden zu Tangomusik. Mit Zebras und Lamas machte sie die Reise um die Welt dann perfekt.

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