Schwarzarbeit bei ULP?

Zoll und Kripo am Papierbach

ULP Baustelle Papierbach
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Schwarzarbeit am Papierbach? Zoll, Staatsanwaltschaft, Kripo, Steuerfahndung und die Finanzkontrolle Schwarzarbeit vernahmen dort am Mittwoch mehrere Zeugen.
  • Susanne Greiner
    vonSusanne Greiner
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Landsberg – Großes Stelldich­ein am Papierbach: Am Mittwoch letzter Woche trafen sich mehrere Behörden vor der Baustelle ULP – Urbanes Leben am Papierbach in der Von-Kühlmann-Straße: die Kriminalpolizei, die Staatsan­waltschaft und das Hauptzollamt Augsburg, die Steuerfahndung und auch die FKS, die Finanzkontrolle Schwarzarbeit. Gleich vorweg: Der Bauherr ehret+klein selbst ist nicht der Beschuldigte.

„Dass es heute Morgen eine Durchsuchung des Zollamtes auf der Am-Papierbach-Baustelle gab, bestätigen wir Ihnen“, antwortet die Pressesprecherin Kerstin Kruppok von ehret+klein auf Anfrage des KREISBOTEN. Derartige Kontrollen würden immer mal wieder durchgeführt. Nach einer kurzen Unterbrechung sei es auf der Baustelle aber weitergegangen.

Ganz so harmlos war die Untersuchung nicht, bestätigt die Pressesprecherin des Hauptzollamtes in Augsburg Ute Greulich-Stadlmayer. Es habe sich um einen „größeren Einsatz“ gehandelt. Zudem seien bei den normalen und tatsächlich üblichen Kontrollen nicht die Staatsanwaltschaft dabei. Die agiere nur, wenn es um einen tatsächlich vorliegenden Verdacht gehe. Nähere Auskünfte gebe aber nur die Staatsanwaltschaft als „Herrin des Verfahrens“.

Insgesamt habe man am Dienstag und am Mittwoch vergangener Woche in 20 Fällen in den Landkreisen Landsberg und Augsburg ermittelt, sagt der Pressesprecher der Augsburger Staatsanwaltschaft, Oberstaatsanwalt Matthias Nickolai. „Ermittelt wurde in einem größeren Zusammenhang, in einem komplexen Sachverhalt.“

Dabei sei es um den Verdacht auf diverse Straftaten gegangen: gewerbemäßiger Betrug, Steuerhinterziehung oder auch die Veruntreuung und das Vorenthalten von Arbeitsentgelt – dass beispielsweise Sozialversicherungsbeiträge nicht abgeführt wurden, kurz gesagt: wegen Schwarzarbeit.

Auf der Baustelle am Papierbach sei indessen nichts beschlagnahmt worden, resümiert Nickolai. Vor Ort habe man lediglich mehrere Zeugen vernommen. Da der Bauherr nicht der Beschuldigte ist, geht es wohl um die von ehret+klein beauftragten Baufirmen. Ein konkretes Ergebnis sei aber in absehbarer Zeit noch nicht zu erwarten, so Nickolai.

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