Zugunsten der Sicherheit – Staatliches Bauamt und Landkreis investieren in den Straßenbau

1,9 Milliarden Euro wollen Bund und Freistaat im Rahmen des „Konjunkturprogramms II“ für Bayern zur Verfügung stellen. Davon fließen rund 100 Millionen in den Straßenbau. Geld, von dem auch der Landkreis profitieren möchte. Aus diesem Grund trafen sich vergangene Woche Vertreter des Staat- lichen Bauamtes Weilheim und des Landratsamtes, um nach förderfähigen Projekten Ausschau zu halten. Über das Ergebnis informierte Landrat Walter Eichner in einem Pressegespräch.

Der Landkreischef brach dabei eine Lanze für das oft gescholtene Staatliche Bauamt. Zwar sei der Zustand vieler Staatsstraßen im Landkreis teils in einem sehr schlechten Zustand, doch dürfe man hier der Behörde keinen Vorwurf machen. Immerhin unterlag diese dem aufdiktierten Sparzwang der Bayerischen Staatsregierung. „Sie hatten einfach keine Mittel.“ Mit Blick auf das Konjunkturpaket II des Bundes könnten nun aber diverse Projekte angegangen werden. Im Fokus steht dabei auch der Ausbau der Staatsstraße 2055 von Rott nach Dießen. Hier soll der Fahrbahndecke erneuert werden. Im Zuge der Arbeiten wird zudem die Einmündung der Kreisstraße nach Dettenschwang umgebaut, um dort den bestehenden Unfallschwerpunkt zu entschärfen, betonte der Leiter des Straßenverkehrsamtes im Landratsamt, Thomas Szczepkowski. Die Allee am Bischofsrieder Berg indes bleibe bestehen. An den Kosten dieser Baumaßnahmen beteiligt sich der Landkreis mit einem Drittel. Sicher überholen Ein weiterer Schwerpunkt ist der Ausbau der B17 südlich Landsberg. Hier sollen laut Tiefbaureferatsleiter Johannes Ried zwei neue Überholabschnitte zwischen Hohenfurch und Kinsau geschaffen werden. Geplant ist ferner, die Kreisstraße LL16 zwischen Denklingen und Epfach unter der B17 durchzuführen, ähnlich wie im Bereich Neuhof. Erste Rodungen wurden durchgeführt, die Ausschreibung läuft bereits. Darüber hinaus sei für 2011 geplant, den Kreuzungsbereich bei Lechmühlen umzubauen. Dort soll die Kreisstraße über die B17 verlaufen. Allein für diese Maßnahmen hat der Landkreis rund eine halbe Million Euro im Finanzplan eingestellt. Aber auch die Griffigkeit auf der Staatsstraße 2346 zwischen Schwifting und Schondorf will das Staatliche Bauamt wieder herstellen. Dann könnte auch die aus Sicherheitsgründen festgelegte Geschwindigkeitsbeschränkung von 70 Stundenkilometer wieder aufgehoben werden. Ebenfalls ausgebessert werden sollen die Staatsstraßen 2347 und 2057 zwischen Achselschwang und Utting sowie im Bereich Obermühlhausen. Ferner will der Landkreis den Unfallschwerpunkt bei der Autobahnausfahrt in Greifenberg entschärfen. Nach Ansicht Rieds könnte hier ein Kreisverkehr die Situation deutlich verbessern. Das Staatliche Bauamt wird diesbezüglich nun mit der Autobahndirektion in Verhandlung treten. Kein Flüsterasphalt Weitere Maßnahmen die heuer noch umgesetzt werden sollen, ist der Ausbau der Ortsdurchfahrt Hurlach auf rund einen Kilometer Länge, die Instandsetzung des Böschungsrutsches bei Grubmühl, der Umbau der Einmündung der Kreisstraße LL5 in die Staatsstraße 2055 bei Dettenschwang sowie der Ausbau der Ortsdurchfahrt Kaufering. Hier soll die Bayernstraße im Bereich Sportzentrum auf rund 800 Meter Länge neu gebaut werden. Der von der Marktgemeinde favorisierte „Flüsterasphalt“ aus Kostengründen vom Tisch, stellte Eichner klar. Stattdessen wird ein Lärm mindernder Splitmastix aufgebracht.

Auch interessant

Meistgelesen

Babys der Woche im Klinikum Landsberg
Babys der Woche im Klinikum Landsberg
Töpfermarkt am Limit
Töpfermarkt am Limit
Deko und Kunstobjekte aus aller Welt
Deko und Kunstobjekte aus aller Welt
Polizei bremst führerloses Auto auf der B17 bei Denklingen aus
Polizei bremst führerloses Auto auf der B17 bei Denklingen aus

Kommentare