"Zur Einheit zusammengewachsen"

Mit drei Zielen waren die Handballer des TSV Landsberg in die Saison 2009/2010 der Landesliga-Süd gestartet. Sie wollten von vornherein nichts mit dem Abstieg zu tun haben, sondern so lange wie möglich um die Spitze mitkämpfen, die Mannschaft spielerisch und als Team weiterentwickeln, das Umfeld weiter verbessern und natürlich mehr als die 29 Punkte der Vorsaison erreichen. 29+x war die Losung. Trainer Hubert Müller und Abteilungsleiter Roland Neumeyer stellen fest, dass alle drei Ziele erreicht wurden. Aus den 29 Punkten sind 33 geworden und die Entwicklung der Mannschaft wurde beim letzten Heimspiel, beim Sieg gegen Friedberg, deutlich. „Was mich an dieser Saison am meisten gefreut hat ist, dass wir zu einer Einheit zusammen gewachsen sind. „Es war eine sehr gute Stimmung mit einem überragenden Teamgeist“, ist Trainer Müller sehr zu frieden. So konnten auch etliche verletzungsbedingte Ausfälle kompensiert werden. Tomas Schwirkmann musste schließlich zu Saisonbeginn etliche Spiele lang passen und konnte auch am Schluss nicht mehr mit machen.

Alex Neubauer zog sich in der Mitte der Rückrunde eine schwere Fingerverletzung zu und dann kam noch der Kreuzbandriss von Torhüter Benjamin Kobold dazu. Doch mit mannschaftlicher Geschlossenheit gelang es den Landsbergern trotz der Ausfälle bis zum Schluss ganz vorne mitzuspielen. Und die Landesliga-Süd präsentierte sich gegenüber dem Vorjahr noch stärker, die Leistungsdichte hat zugenommen. Teilweise reichte die nur zwei oder drei Punkte auseinander liegende Spitzengruppe bis zum 8. Tabellenplatz. Insgesamt wurde temporeicher und aggressiver gespielt. Da hielt der TSV gut mit und oft gab es echte Spitzenleistungen zu sehen. Die mentale Stärke war immer wieder der entscheidende Faktor und hier hat sich etliches verbessert, selbst wenn Müller hier noch Entwicklungspotenzial sieht. Aber auch im Umfeld hat sich einiges getan. Mit der Rückkehr ins Sportzentrum ist das Zuschauerinteresse wieder deutlich angestiegen, und wenn im nächsten Schritt die Anwurfzeit wieder auf eine festen Termin gelegt werden kann, rechnet der Verein damit, dass es noch mehr werden. In Veranstaltungen rund um den Handball präsentierte die Abteilung ihren Sport oder gestaltete mit dem „Handballerball“ einen Faschingshöhepunkt. Viele arbeiten dabei im Hintergrund mit, wobei die Aktiven der Landesligamannschaft hier regelmäßig ihren Beitrag leisten. Zudem will auch der Trainings- und Spielbetrieb für die anderen zwölf Mannschaften organisiert sein. Trotz der berufsbedingten Abgänge von Robert Zagar und Uli Knörzer ist es notwendig, das Team, um jeden Preis zu verstärken. Wenn sich etwas anbietet sei man aber gesprächsbereit – Linkshänder für den Rückraum seien immer interessant. Der Schwerpunkt soll auf der mannschaftlichen Weiterentwicklung und der Integration des Nachwuchses liegen. Hier sieht Hubert Müller auch mittelfristig die Zukunft: „Der Saisonverlauf hat gezeigt, dass wir das Potential hinter den Leistungsträgern noch mehr stärken müssen. Von den Spitzenleuten sind etliche doch schon um die 30 Jahre alt und gerade im Hinblick auf spätere höhere Ziele muss man sich auch mal Gedanken über die künftige Struktur der Mannschaft machen“. Doch nun steht erst einmal eine Pause an, in der aber schon für die nächste Saison geplant wird, bevor dann die Vorbereitung am 14. Juni wieder beginnt. Zufrieden: Aufstiege Durchweg zufriedene Gesichter gab es so auch bei der jährlichen Abteilungsversammlung der Handballer – auch darüber, dass die Damenmannschaft und die zweite Herrenmannschaft den Aufstieg in die Bezirksliga sicher geschafft haben. Die Jugendleiterinnen Mary Saro und Margit Steber zogen ebenfalls eine positive Bilanz. Sportlich hätten die Teams gut abgeschlossen, wobei die Meisterschaft der männlichen B-Jugend in der Bezirksoberliga besonders erfreulich sei. Ebenso wichtig ist den Verantwortlichen die Verbindung zwischen dem Jugend- und Erwachsenenbereich. Im Nach- wuchsbereich wollen die Handballer sich noch stärker einsetzen: Deshalb werden nun, alle Mannschaften von je zwei Trainern oder Betreuern besetzt. Zudem bemüht sich der Verein noch mehr qualifizierte Trainer zu gewinnen. Dass das alles auf einem stabilen finanziellen Fundament steht, wusste Kassier Jörg Friedrich zu berichten. Das letzte Jahr wurde, trotz höherer Aufwendungen, und dank noch intensiverer Anstrengungen und mit Sponsorenunterstützung einer schwarzen Null abgeschlossen. Besonders diesen Sponsoren, die die sportliche Arbeit erst möglich machten, dankte Roland Neumeyer.

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