Vorerst kein Parkhaus

Landkreis plant zusätzlichen Parkplatz am Klinikum

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Die drei vom Landkreis neu erworbenen Grundstücke entsprechen der Ackerfläche links im Bild. Der geplante Parkplatz würde rund ein Drittel der Fläche einnehmen und parallel zum bisherigen Parkplatz laufen.

Landsberg – Das Drängeln am Parkplatz des Landsberger Klinikums sollte eigentlich ein Parkhaus mit zusätzlichen 200 Stellplätzen auflösen. Das ist jetzt vorerst Geschichte. Denn da die Stadt Landsberg den Landkreis beim Bau des Parkhauses mangels Eigenbedarf nicht unterstützt, greift der Landkreis zur günstigeren Lösung Parkplatz. Dafür hat er bereits drei Grundstücke angekauft.

„Es ist dabei verständlich, dass die Stadt ein Parkhaus nicht mitfinanzieren würde“, betont Landrat Thomas Eichinger. Denn aufgrund des knapp einen Kilometer entfernten Park-and-Ride-Parkplatzes sowie der bereits vorhandenen 130 Park-and-Ride-Plätze auf dem bisherigen Parkplatz am Landsberger Klinikum sei der Bedarf der Stadt gedeckt. Aber ohne Mitfinanzierung durch die Stadt kann und will der Landkreis offenbar kein Parkhaus bauen.

Der Parkplatz-Druck werde aber immer stärker. Unter anderem auch wegen der zunehmenden Anzahl von Mitarbeitern und Patienten der kbo-Klinik. Aber auch das geplante Wohnungsprojekt mit Mikroapartments erfordere 70 weitere Stellplätze für die Bewohner. Und ohne Parkhaus müsse man eben „in die Fläche gehen.

Um jetzt möglichst zeitnah eine Lösung zu schaffen, habe man die drei Grundstücke nördlich des Bolzplatzes bis hin zur Breslauer Straße angekauft, berichtet Eichinger. Auf circa einem Drittel der neu erworbenen Fläche soll parallel zum bisherigen Parkplatz auf rund 600 Quadratmetern ein Platz mit 200 neuen Stellplätzen entstehen. Bisher ist dort Ackerland, das durch den Bau versiegelt wird. „Es ist kurzfristig die günstigste Lösung“, rechnet Eichinger. Denn koste ein einzelner Parkhaus-Stellplatz rund 11.000 Euro, sinken die Kosten für einen einzelnen Parkplatz-Stellplatz auf 2.000 bis 3.000 Euro.

„Wichtig ist vor allem eine schnelle Lösung“, ist Klinkums-Vorstand Marco Woedl überzeugt. Der Parkplatz sei jeden Tag vollkommen überlastet, Beschwerden seitens aller Nutzer seien an der Tagesordnung.

Der Zeitpunkt für die Planung ist für Eichinger ideal: Im Moment habe die Stadt ja ihren Flächennutzungsplan ausgelegt. Da könne sich auch der Landkreis anmelden, um die Fläche noch zur Parkplatzfläche umschreiben zu lassen.

Die Schaffung dieser Parkplätze kommt sicher auch der Eröffnung der neuen Premiumstation des Klinikums zugute. Geplant war die im Mai. Und da sich der Bau nur um zwei bis vier Wochen verzögert, werden sich deren Pforten bald öffnen: „Die Einweihung wird wahrscheinlich Anfang Juni stattfinden“, freut sich Woedl.

Susanne Greiner

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