Warten auf die Förderzusage

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Auf dem Gelände des Klinikums sollen zwei psychiatrische Tageskliniken entstehen. Aber auch der Bau einer Schule ist hier im Gespräch.

Landsberg – Die Errichtung zweier neuer psychiatrischer Tageskliniken in Landsberg ist längst beschlossen, der Baubeginn jedoch nach wie vor offen. Entstehen sollen jeweils 15 Plätze, zum einen in Bereich Gerontopsychiatrie, zum anderen für Kinder und Jugendliche. Damit diese bei länger andauernden Therapien weiterhin unterrichtet werden können, ist auch der Bau einer Schule geplant. Während die Förderzusage für die Kliniken noch nicht vorliegt, stellte die Regierung von Oberbayern kürzlich einen Zuschuss von rund 100000 Euro für die Schule in Aussicht.

Es handelt sich dabei um eine Zweigstelle der Carl-August-Heckscher-Schule für Kranke, die bereits mit vier Standorten in München, Rosenheim und am Starnberger See vertreten ist. Die Kinder und Jugendlichen werden hier in jahrgangs- und schulartübergreifenden Gruppen individuell gefördert. 

Umfang und Zielsetzungen des Unterrichts richten sich nach den Lehrplanvorgaben und der individuellen Situation der Schüler, wobei die Lehrkräfte eng mit den zuständigen Ärzten und Therapeuten zusammenarbeiten. „Es ist wichtig, dass für Kinder auch bei monatelangen Therapien Alltag und Normalität weitergehen“, sagt Constanze Mauermayer von der Pressestelle des Bezirks Oberbayern. Die Gesamtkosten für den Bau der Schule mit 15 Plätzen – entsprechend der Plätze in der Tagesklinik – werden mit rund 440000 Euro veranschlagt. 

Hierzu wird die Regierung von Oberbayern voraussichtlich 105000 Euro zuschießen. Ein förmlicher Bescheid liegt noch nicht vor, dafür aber die Genehmigung für den vorzeitigen Baubeginn. So könnte mit der Maßnahme theoretisch schon begonnen werden, ohne dass über die endgültige Förderung verbindlich entschieden ist. Allerdings muss vorher noch die Entscheidung über den Zuschuss für die Tagesklinik abgewartet werden, schränkt Mauermayer ein. „Erst wenn die Förderzusage da ist, kann es losgehen.“ 

Die psychiatrische Tagesklinik mit Institutsambulanz für Kinder und Jugendliche soll als Außenstelle des Heckscher-Klinikums München geführt werden, während die gerontopsychiatrische Tagesklinik unter der Leitung des Lech-Mangfall-Klinikums stehen wird. Als Standort ist ein Grundstück an der Bürgermeister-Dr.-Hartmann-Straße vorgesehen, auf dem früher ein Personalgebäude des Landsberger Klinikums angesiedelt war.

Ulrike Osman

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