Zuwachs in gesundem Haus

Einen Zuwachs bei den Einlagen, ein leicht rückläufiges Kreditgeschäft und ein insgesamt leicht gesunkenes Betriebsergebnis vermeldete der Geschäftsbericht der Landsberg-Ammersee Bank, den die Vorstände Manfred Binder und Klaus Schmalholz in der vergangenen Woche bei der jährlichen Vertreterversammlung im Alten Wirt in Eresing vorstellten. Demnach erzielte die Bank 2008 einen Bilanzgewinn von knapp 430000 Euro und kann eine Dividende in Höhe von 4,75 Prozent an ihre Mitglieder ausschütten.

Die bayerischen Volks- und Raiffeisenbanken seien von der Finanzkrise insgesamt kaum betroffen, versicherte Binder den 95 anwesenden Vertretern. „Wir sind dezentral und regional tätig, und unsere Heimatverbundenheit schützt uns.“ 20 Millionen Euro an neuen Kundeneinlagen allein im vierten Quartal 2008 seien ein deutlicher Beweis für das Vertrauen, das Sparer der Landsberg-Ammersee Bank entgegenbringen. Insgesamt erhöhten sich die Einlagen im vergangenen Jahr um 3,7 Prozent auf 419 Millionen Euro. Rund 65 Millionen Euro an neuen Krediten vergab das Geldinstitut, insgesamt beliefen sich damit die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden auf rund 308 Millionen Euro. Gegenüber 2007 mit 314 Millionen Euro ist das ein leichtes Minus. Die Bilanzsumme stieg laut Binder um rund zehn Millionen auf 510 Millionen Euro. Einsparungen gelangen der Landsberg-Ammersee Bank bei den Sach- und Personalkosten. Hier sei man jetzt allerdings an der Untergrenze der Einsparungsmöglichkeiten angelangt, so Schmalzholz, denn die Qualität der Beratung dürfe nicht leiden. Fusion mit Raiba Weil Zur Stärkung ihrer Wettbewerbsfähigkeit strebt die Bank eine Fusion mit der Raiffeisenbank Weil und Umgebung an. Das Geldinstitut zählt 912 Mitglieder, verfügt über nur eine Geschäftsstelle und erwirtschaftete 2008 eine Bilanzsumme von 36 Millionen Euro. „Eine kleine, aber feine Bank“, wie Schmalzholz sagte. Die Entscheidung über die Fusion soll auf der Vertreterversammlung im kommenden Jahr fallen. Ihr Engagement im sozialen und kulturellen Bereich möchte die Bank weiter ausbauen, „gerade in der Krise“, unterstrich Schmalholz. Man wolle ehrenamtlich Tätige unterstützen und sich in Schulen und im Sport engagieren. Ohne Helmuth Genz Der bisherige Vorstandssprecher Helmuth Genz wurde von vielen Anwesenden vermisst, war er doch immer „der Star der Vertreterversammlungen“ gewesen, so ein Zuhörer. Genz sei im August vergangenen Jahres aus der Lands- berg-Ammersee Bank ausgeschieden, erklärte Aufsichtsratsvorsitzender Josef Klingl. Grund seien „unterschiedliche Auffassungen über Geschäftspolitik und Personalführung“ gewesen.

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