Nomadentum beendet?

Zwei Containerhäuser für die Kauferinger Pfadfinder

Marodes Gebäude in Kaufering
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Das leerstehende Gebäude in der Landrat-Müller-Hahl-Straße ist in einem abrisswürdigen Zustand. Zwei Container mit einer Größe von circa 6,20 x 10,20 Metern sollen hier als Aufenthaltsräume für die Kauferinger Pfadfinder St.Georg errichtet werden.
  • vonAndrea Schmelzle
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Kaufering – Über die bauliche Umsetzung von zwei Containerhäusern in der Landrat-Müller-Hahl-Straße für die Kauferinger Pfadfinder St. Georg wurde auf der letzten Gemeinderatsitzung mit 21:2 Stimmen abgestimmt: Es kann losgehen. 

Mehrfach hätten die Mitglieder des Pfadfinderverbandes schon Zeit und Geld in Grundstücke und Gebäude investiert, betonte Bürgermeister Thomas Salzberger, dennoch seien ihre Bedürfnisse oft zurückgestellt worden. Nun sei geplant, ihnen zwischen Kindergarten und Schützenverein zwei Containerhäuser zur Verfügung zu stellen – um ihnen eine Heimat zu bieten und ihr „Nomadentum“ zu beenden.

„Momentan steht hier ein baufälliges Fertighaus, das nicht mehr bewohnbar ist“, berichtet Bauamtsleiter Andreas Giampa. War ursprünglich angedacht, darin einen Raum für die Pfadfinder zu errichten, sei das aber völlig unmöglich. Das Gebäude sei in einem derartig maroden Zustand, dass es abgerissen werden müsse. Über die Jahre wurde es durch mehrere Anbauten erweitert. Weiterhin befinden sich zwei Nebengebäude auf dem Grundstück. Im Zuge der Abbruchmaßnahmen sollen zum einen die Gebäude rückgebaut werden, zum anderen das Gelände durch teilweises Zuschneiden und Entfernen der Hecken und Sträucher hergerichtet werden. „Hier wird unser Bauhof entsprechend mit eingesetzt“, sagt Giampa. Zudem erfolge im Bereich des Hauptgebäudes ein Bodenaustausch auf einer Fläche von circa hundert Quadratmetern zur Aufstellung der Aufenthaltscontainer für die Pfadfinder.

Nun sollen die Container angeschafft werden, in denen ein Aufenthaltsraum mit Kochzeile sowie ein WC entstehen soll. Die Ausstattung selbst nehmen die Pfadfinder in die Hand. Gesamtkosten: etwa 64.500 Euro. Die Maßnahme sei ein Zeichen der Wertschätzung für die Jugendarbeit des Verbandes, so die große Mehrheit der Räte.

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