Zwei Frauen an der Spitze

Mit Sonja Scherdi (links) und Gabriele Schüder stehen nun zwei kompetente Frauen an der Spitze des Seniorenstifts: Scherdi übernahm die kaufmännische Leitung, Schüder kümmert sich neben der Pflegeleitung nun auch um die Heimleitung. Foto: Bauch

Personelle Veränderung: Nachdem Erich Püttner zugunsten des Bürgermeisteramts im Markt Kaufering das Zepter im Seniorenstift abgegeben hat, stehen nun zwei Frauen an der Spitze des Seniorenstifts. Gabriele Schüder übernahm neben der Pflegeleitung außerdem die Heimleitung, Sonja Scherdi übernimmt die kaufmännische Leitung.

„Wir haben uns entschlossen, die Geschäftsführung zu teilen“, erklärt Erich Püttner. Seine Stelle nachzubesetzen sei nicht in Frage gekommen – eine zu große finanzielle Belastung, denn das Haus verkrafte eigentlich nur eine Vollzeitstelle. Püttner und Schüder hatten sich zuvor diese Stelle geteilt. „Es hat sich angeboten, dass Frau Schüder die Heimleitung übernimmt – schließlich kennt sie die Strukturen.“ Weiterhin leitet Schüder auch den Bereich der Pflege. Den kaufmännischen Bereich habe man dann ausgeklammert und für dessen Leitung eine neue Stelle ausge-schrieben. Aus 16 Bewerbern habe man sich dann aber für eine Kraft entschieden, die bereits seit zwei Jahren im Seniorenstift arbeitet: Sonja Scherdi. Zuvor kümmerte sie sich um Personal und Buchhaltung. Scherdi ist gleichberechtigt mit Schüder, beide sind direkt dem Stiftungsvorstand unterstellt. Zum 1. September hat Sonja Scherdi ihre neue Stelle angetreten, um die Heimleitung kümmert sich Gabriele Schüder bereits seit Püttners Amtsantritt am 1. April. „Für diese verantwortliche Tätigkeit ist Frau Schüder die beste Person,“ so Püttner; „weil sie eine sehr große Identität mit dem Seniorenstift hat und mehr als engagiert und aus tiefer Verbundenheit diese Verantwortung übernommen hat.“ Laut dem ehemaligen Geschäftsführer Püttner verkörpert Schüder den pflegerischen Schwerpunkt der Palliativ- und Hospizausrichtung. Schüders Basis für die Pflegeanforderungen ist die biografieorientierte Beziehungspflege. „Nur wenn ich weiß, welche Bedürfnisse ein Mensch hat, wenn ich weiß, was er mag oder nicht mag, wenn ich weiß, was ihm wichtig ist, oder mal war, kann ich ihn in seinen Belangen erreichen, sogar am Lebensende“, betont Gabriele Schüder. „Mit ihr wird die gute Pflege weiterentwickelt“, ist sich Erich Püttner sicher.

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