Zwei Häuser für Kinder

Die Marktgemeinde plant den Neubau des Kindergartens „Regenbogen“. Darauf haben sich Kauferings Gemeinderatsmitglieder auf ihrer jüngsten Sitzung einstimmig verständigt. Die Verwaltung wurde in einem ersten Schritt damit beauftragt, zur Einleitung der Planungsphase die rechtlichen Fragen abzuklären sowie Vorschläge zum Raumkonzept und zur baulichen Gruppierung zu erarbeiten. Die Pläne sehen eine Fertigstellung des Neubaus zu Beginn des Kindergartenjahres 2010/11 vor.

Der Grund für einen Neubau liegt laut Thomas Salzberger (SPD) auf der Hand: „Hier besteht dringend Handlungsbedarf, unter anderem die Toiletten und auch die Waschräume befinden sich in einem sehr schlechten Zustand.“ Kein Wunder, der Kindergarten „Regenbogen“ ist in Teilbereichen älter als 40 Jahre und aus Sicht von Bürgermeister Dr. Klaus Bühler (UBV) „nicht mehr sanierungswürdig“. Die Einrichtung beherbergt aktuell sechs Kindergartengruppen. Eine spürbare Abnahme der Kinderzahlen sei laut dem Rathauschef jedoch nicht festzustellen. Im Gegenteil. Zusätzlich sei künftig mit zwei Kinderkrippengruppen zu rechnen. Damit würden sich acht Gruppen ergeben, die laut Bühler aber nicht genehmigt würden. Daher plant man nun, das Modell der anderen Kauferinger Kindergärten (drei Kindergartengruppen und eine Krippengruppe) auch im „Regenbogen“ zu übernehmen. Denkbar wären laut dem Rathauschef daher zwei Gebäude zu errichten, mit jeweils eben dieser Gruppenstärke, jeweils einem eigenen Eingang und eben unverwechselbar. Diese eigenständigen Gebäude könnten dann durch Räumlichkeiten, die beiden Häusern dienen, verbunden sein. Um das weitläufige Areal und den schönen Altbestand an Bäumen zu erhalten, sollten die beiden Gebäudekomplexe entlang der Frühlingsstraße errichtet werden, sagte Hans Koch (SPD). Darüber hinaus gab er zusammen mit Manfred Nieß (CSU) als Anregung zu bedenken, ob man nicht die relativ neue und teure Stahl-Dachkonstruktion verwenden könne, beispielsweise als überdachte Spielfläche, für schlechtes Wetter. Gabriele Triebel (GAL) regte an, bei den Plänen auch eine Passivhausbauweise in Betracht zu ziehen, ähnlich wie man es bei der Realschule realisieren wollte, letztlich aber aus Kostengründen vom Kreistag abgelehnt wurde. Laut Bühler sollte ein Architekt mit ins Boot genommen werden, der eruiert, wie man an „eine sinnvolle und machbare Lösung“ kommt. Darüber hinaus müsse der Architekt in direktem Kontakt mit dem Marktgemeinderat stehen, um Wünsche und Anregungen schnell umsetzen zu können.

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