Jobticket macht‘s möglich

Zwei neue Buslinien führen in das Industriegebiet Frauenwald

Bus-Unternehmer Klaus Schneider, Oberbürgermeisterin Doris Baumgartl, Landrat Thomas Eichinger,Betriebsleiter des Edeka-Logistikzentrums Patrick Zurheide sowie Wilfried Vilnerius und Horst Argesheimer von Waibel Bus (v. r.) eröffnen die neuen ÖPNV-Linien.
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Bus-Unternehmer Klaus Schneider, Oberbürgermeisterin Doris Baumgartl, Landrat Thomas Eichinger,Betriebsleiter des Edeka-Logistikzentrums Patrick Zurheide sowie Wilfried Vilnerius und Horst Argesheimer von Waibel Bus (v. r.) eröffnen die neuen ÖPNV-Linien.

Landsberg – Ab Montag im Einsatz: Zwei neue Buslinien, die das Industriegebiet im „Frauenwald“ mit mehreren Haltestellen an das Stadtbusnetz und an den Bahnhof Kaufering anschließen. Den offiziellen Startschuss dafür gaben Oberbürgermeisterin Doris Baumgartl und Landrat Thomas Eichinger zusammen mit den Busunternehmen schon heute. 

Was lange währt, wird endlich gut: Mit der von Waibel Bus bedienten Stadtbuslinie 6 und der Linie 302 von Kaufering, die von Schneider Reisen gefahren wird, sind die Unternehmen im Industriegebiet Frauenwald nun auch für Mitarbeiter ohne Auto gut erreichbar. Der Landkreis habe diese Linie schon 2011 gewollt, so ÖPNV-Beauftragter Dietmar Winkler im letzten Mobilitätsausschuss. Bisher sei es jedoch an der Zustimmung des Stadtrates gescheitert. Seit circa zwei Jahren nehme das Vorhaben wieder konkretere Formen an. Wichtiger Auslöser: Das Edeka Logistikzentrum nimmt 125 „Jobtickets“ ab – Jahreskarten, die das Unternehmen seinen Mitarbeitern zur Verfügung stellt.

Eigentlich habe man mit einer Mindestabnahme von 250 solcher Tickets kalkuliert, so Wirtschaftsförderer des Landkreises Bernhard Lachner, und alle im Frauenwald ansässigen Firmen einbinden wollen. Die hätten jedoch durch Corona und damit verbundene Probleme andere Schwerpunkte gesetzt. Obwohl sich die Busse an den unterschiedlichen Schichtzeiten der Unternehmen orientieren. Immer noch könnten Unternehmen aber nachziehen und entsprechende Jobtickets bei Schneider Reisen bestellen, bekräftigt Lachner.

Normalerweise würde ein solches Ticket nur für Landsberg gelten, erklärt Bus-Unternehmer Klaus Schneider. Kaufering sei eine andere Preiszone. „Daher haben wir uns entschlossen, die Differenz zu zahlen“, so Schneider. Die Kosten beider Linien würden sich insgesamt auf 180.000 Euro belaufen, sagt er. Finanziert über Jobtickets, Stadt und Landkreis sowie Selbstzahler.

Dass die Linien an den Start gehen, freut alle Beteiligten – aber zunächst ist es ein Modellversuch: ein Probebetrieb. Nach einem Jahr wird man sicher mehr wissen.
Andrea Schmelzle

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