Sie wollen sich vernetzen

Wohnungseigentümer setzen auf Eigeninitiative

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Unter den ersten Appartmentkäufern: Martina Müller-Lutz und Margarete Heekerens (von links).

Landsberg – An einem der Stehtische beim Spatenstich sprachen zwei Damen miteinander, die sich gerade kennengelernt hatten. Beide haben mit ihren Ehepartnern zusammen Wohnungen im Papierbach-Areal gekauft. Der KREISBOTE wollte von ihnen wissen, was sie sich von ihrem neuen Domizil erhoffen.

Martina Müller-Lutz aus Landsberg, die vom Urbanen Leben am Papierbach erstmals in einem Zeitungsartikel las, war von Anfang an von dem Projekt begeistert. „Ich habe vor fünf Jahren sofort eine E-Mail an ehret + klein geschrieben. Seitdem waren wir immer wieder in Kontakt.“ Ihre Hoffnung war: „Wenn wir die ersten sind, dann können wir uns die Wohnung aussuchen“.

Allerdings hatte Müller-Lutz die Rechnung ohne den Stadtrat gemacht. Ihr Wunschobjekt, der sogenannte „Kopfbau“ A1 als Abschluss des Karl-Schrem-Baus oder seines Nachfolgers, war dort umstritten. Die Architekten sowie der aus Fachleuten gebildete Gestaltungsbeirat hatte Gefallen an sieben Stockwerken gefunden, als bewusste Akzentuierung. Der Stadtrat hingegen wollte lieber bei der Maximalhöhe des Karl-Schrem-Baus bleiben. Daher mussten sich alle Interessenten nach der Entscheidung neu orientieren. Trotzdem ist Martina Müller-Lutz nun „total glücklich“ und freut sich auf den Erstbezug in zwei Jahren – im vierten Stock, mit Lechblick.

Ihre Gesprächspartnerin war Margarete Heekerens aus Windach. Die Psychologin erwarb eine Wohnung im dritten Stock. Auch sie sei nach den ersten Presseartikeln „wie elektrisiert“ gewesen und habe sich sofort an ehret + klein gewandt: „Das ist was für mich.“ Sie sehe einen großen Vorteil gegenüber einem etablierten Wohngebiet, wo sich die Bewohner schon 20 Jahre begegnen: „Hier sind alle neu.“ Zweiter Vorteil: Die zu erwartende soziale und altersmäßige Durchmischung mache aus dem Urbanen Leben am Papierbach im Grunde ein „sehr groß angelegtes Mehrgenerationenprojekt“. Entscheidend sei nun, welche Kontakte die Bewohner miteinaner knüpfen. „Es kommt darauf an, was wir gemeinsam daraus machen und wie wir uns vernetzen.“

Beide sind auch von den Ideen von ehret + klein zur Elektromobilität und dem Car Sharing überzeugt. Ein erstes gemeinsames Ziel haben sie schon ausgemacht: „Dann fahren wir nach München ins Theater.“

Werner Lauff

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