Mit Vielfalt trumpfen

Zweite Saisonhälfte im Stadttheater  Landsberg: Jetzt sogar mit Oper

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Hervé Koubis französisch-algerisches Tanztheater ist einer der Programmpunkte des Stadttheaters Landsberg.

Landsberg – Lust auf Oper? Oder doch lieber Puppentheater? Natürlich gäbe es auch die Möglichkeit, einen Film im Kino mit besonderem Flair anzuschauen. Oder einem der vielen exzellenten Konzerte zu lauschen. Wo das geht? Natürlich im Stadttheater: Die zweite Spielzeithälfte schickt ihre Boten voraus.

Zwei Besonderheiten stechen in der zweiten Spielzeithälfte heraus: Da ist einerseits eine Oper, das Gastspiel des Münchener Jewish Chamber Orchestra mit Philip Glass‘ „The Fall oft he House of Usher“. Andererseits widmet sich der Mai eine Woche lang dem Schaffen des Musikers und Komponisten Gerd Baumann, allen bekannt als Komponist für die Filme von Marcus. H. Rosenmüller und die Nockherberg-Singspiele. Zu sehen gibt‘s zwei Rosenmüller-Filme, zu hören Baumann und Rosenmüller lesend und ein Konzert von Baumann mit Band. Dem nicht genug: Die legendäre Band Dreiviertelblut, in der Baumann ebenfalls vertreten ist, tritt gleich zweimal auf.

Theater

Die Theaterszene in Landsberg ist weit. Nicht nur geben die Landestheater aus Tübingen und Memmingen Gastspiele –mit dem Neuen Globe und der Shakespaere Company winkt auch die Hauptstadt. Und natürlich ist auch die lokale Theaterszene präsentiert: mit dem neuen Stück der Moreth Company sowie Aufführungen der Landsberger Amateurtheater. Vertreten sind wieder unterschiedlichste Genres: moderne und klassische Stücke, Tanztheater wie die französisch-algerische Compagnie Hervé Koubi mit „Die Nacht der Barbaren oder der Morgen, an dem alles begann“ (siehe Foto).

Drei Produktionen der freien Szene machen im Februar den Anfang: „36 Stunden“, in dem die „Geschichte vom Fräulein Pollinger“ des bayerischen Autors Ödön von Horváth verarbeitet ist. Und „Die Geschichte von den Pandabären“, ein skurriles Stück über das Kennenlernen zwischen Mann und Frau in äußerst eigenwilliger Romantik.

Das dritte ‚freie‘ Theaterstück im Bunde ist das Solostück „Bilder deiner großen Liebe“, nach dem Romanfragment von Wolfgang Herrndorf. Die junge Isa, bekannt aus „Tschick“, wird von Isabell Kott gespielt – wofür sie den Bayerischen Förderpreis der Darstellenden Kunst erhielt.

Auch die neue Junge Bühne unter der Leitung von Julia Andres wird zu sehen sein. Und das gleich zweimal: mit „Perspektive“, einem multimedialen Theaterabend, und mit der Eigenproduktion „Die Götter/Menschen müssen verrückt sein“.

Das Kindertheaterprogramm grüßt mit Tom Sawyer, Hörbe und dem Rabe Socke. Eröffnet wird mit „Der Zauberlehrling“ nach Goethes gleichnamiger Ballade – eine spielerische Annäherung an die Klassik. Die Produktionen von Theater Mario, Moussong Theater und dem Theater Fisemadände werden auch für Schulen und Kindergärten als Vormittagsvorstellungen angeboten, ebenso „Bilder deiner großen Liebe“ und – bei Nachfrage – die Puppentheaterproduktion von Molières „Der eingebildete Kranke“ des Theaters Salz+Pfeffer.

Die in Landsberg äußerst lebendige Amateur- und Schultheaterszene zeigt ebenfalls ihr Können. Zum Jahresbeginn zeigt die landsberger bühne ihre Inszenierung von „Pension Schöller“ unter der Regie von Konstantin Moreth. Und auch das IKG, der Jugendchor DoReMi, hailix bLECHle!, das DZG, das Theater unbegrenzt (ehemals Theater der Offenen Hilfen) und das Projekttheater Landsberg kommen ins Stadttheater. Zudem feiert das Tanzstudio Ammersee sein 30- jähriges Bestehen. Wer hören will, was die ‚jungen Wilden‘ machen, ist beim Poetry Slam genau richtig. Und auch die Veranstaltungen der Kleinkunstbühne s’Maximilianeum (der KREISBOTE berichtete) sind wieder Gast in Foyer und Theatersaal.

Musik und Film

Auch Konzertorganisator Edmund Epple greift in die Vollen. Den Reigen eröffnet im Rahmen des Snowdance Independent Film Festivals Jasmin Tabatabai mit dem David Klein Quartett: eine meditative Version von Schuberts "Ständchen", trifft auf Neudeutungen von Simon & Garfunkels "If I could" oder Hildegard Knef im Dreivierteltakt. Bevor im Juli Hazmat Modine das Programm beschließt, besuchen Johannes Enders, Mulo Francel, Chris Gall oder auch Soud Massi die Lechstadt. Das Trio LBT liefert hausgemachten Techno und Carlos Cipra kehrt mit Ensemble auf Stippvisite in seine Heimat zurück.

Für das Programm des Filmforums hat Kurt Tykwer wieder aktuelle und für die Filmgeschichte wegweisende Filme ausgewählt. Ebenso zeigt das Stadttheater Filme in Originalsprache.

Der Vorverkauf für das Programm beginnt am Donnerstag, 28. November. Informationen zu den Veranstaltungen gibt es im Theaterbüro und auf www.stadttheater-landsberg.de.

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