Zum zweiten Mal Weltmeister

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LORENZ MEYER, Landsberg – Nach seinem Triumph als Spieler mit der sowjetischen Nationalmannschaft 1974 errang der 56-jährige Kharchenkov bei der 10. World Maxibasketball Championship der Seniorenaltersklassen seinen zweiten Weltmeistertitel – diesmal allerdings mit der Ü55-Nationalmannschaft Russlands, in der er – bedingt durch den Zerfall der Sowjetunion – der einzige Spieler der Meistermannschaft von 1974 war. Dennoch dominierte die russische Auswahl das Turnier. Im Verlauf verlor sie kein einziges Spiel. Und das obwohl Kharchenkov ohne seine starke rechte Hand spielen musste. Wegen einer Handgelenksverletzung musste er vornehmlich mit links passen, dribbeln und werfen. Dass das für ihn aber kein großes Hindernis darstellt, hat er schon oft genug bewiesen und belegen auch die Statistiken: Immerhin gut acht Punkte erzielte er durchschnittlich pro Spiel. Im Finale gegen Moldawien waren es dann sogar 16 und sein Team gewann 73:68. „Senioren-Weltmeisterschaften sind immer ein großer Spaß“, sagt Sascha, der mit Frau Elena und Sohn „Wannja“ nach Prag gereist war, „aber es hätte noch mehr Spaß gemacht, wenn ich meine rechte Hand gehabt hätte“. Da scheint sie wieder durch, die Siegermentalität. „Wenn ich mit rechts gespielt hätte, hätten die Gegner keine Chance gehabt“. Bei diesem Statement kann die restliche DJK-Gemeinde eigentlich nur müde lächeln, denn vielen hier würde es reichen mit der starken Hand so gut werfen zu können, wie Kharchenkov mit seiner schwachen.

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