LechStadtFestival

Zweiter Landsberger Picnic Sommer macht den Auftakt

Tanzen und Feiern in abgetrennten Parzellen beim Landsberger Picnic Sommer.
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Tanzen und Feiern in abgetrennten Parzellen: Trotz Reglementierungen genießen die Leute ein Stück wiedergewonnener Freiheit beim Picnic Sommer.
  • VonAndrea Schmelzle
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Landsberg – Feiern, vor einer Bühne tanzen, unter Leuten sein – nach einem dunklen Corona-Winter war das am Wochenende möglich – corona­konform und mit Abstand, aber ohne Sitzpflicht und ohne Masken. Wie das geht, zeigte das Electronic Picnic am vergangenen Freitag – das im Rahmen des LechStadtFestivals mit den DJs Philipp Altheimer, Arno F. und Pappenheimer den Auftakt machte.

Überall rot-weiße Absperrbänder, wie man sie eigentlich eher auf Baustellen sieht. Aber je mehr Feierwillige sich auf dem Schlüsselanger einfinden, desto weniger sichtbar werden sie. Ihr Zweck: das Abtrennen der Parzellen, in denen getanzt und gefeiert wird. Das Konzept zieht sich durchs gesamte LechStadtFestival.

Insgesamt sechs Leute mieten sich eine 20 Quadratmeter-Parzelle und können sie ganz nach Belieben einrichten – egal ob mit Picknick-Decke, Klappstühlen, Luftmatratzen. Oder gleich mit einem Beerpongtisch wie die Freundinnen Leonie, Hanna und Ramona, die gemeinsam mit ihren Liebsten in einer Parzelle feiern – und eben Beerpong spielen. „Nach einem Jahr Stillstand freuen wir uns sehr, dass es wieder losgeht“, sagen sie. Zuvor habe man sich auf gar nichts so richtig freuen können.

Zahlreiche Ordner vor Ort achten darauf, dass die Feiernden in ihrer Parzelle bleiben, sich nicht „vermischen“. Und dass sie ihre Masken aufsetzen, wenn sie sich etwa ein Getränk oder etwas zu essen holen möchten.

Das habe auch schon im letzten Jahr gut funktioniert, meint Manuela Sauter, Inhaberin der Sonderbar und des Zim-mers, die hier für die Getränke sorgt. Man merke, dass viele in Festivalstimmung sind und auch im entsprechenden Outfit kommen, sagt sie.

Das Wetter spielt zum Glück mit. Am Nachmittag strahlt die Sonne herunter. „231 Tickets sind nun verkauft“, berichtet Maren Speck vom Raum- und Veranstaltungsmanagement der Stadt Landsberg, die das LechStadtFestival organisiert.

Dadurch, dass die Leute nicht geballt stehen und tanzen dürfen, wirken sie auf dem großen Gelände etwas verloren. Das tut ihrem Feiern aber keinen Abbruch. Philipp Altheimer, der eigentlich Fotograf ist und derzeit in einer Landsberg Social Media Agentur arbeitet, spielt immer noch das Warm Up-Set. „Ein super Gefühl, auf so einer großen Bühne aufzulegen“, sagt er, „und zu sehen, wie es die Leute genießen.“

Das Set wechselt. Altheimer wird abgelöst von Arno F., ein Augsburger Urgestein. Spitzname: der Predator. Der Bass wummert jetzt noch mehr. Es wird minimalistischer. Die meisten würden aber wegen Pappenheimer kommen, sagt Speck, ein bekannter Techno DJ aus Würzburg, der bereits zwei Alben veröffentlicht hat.

Ideengeber und Initiator des Ganzen ist Bastian „Oggy“ Georgi mit Rebelz Sound, der sein Konzept in diesem Jahr der Stadt Landsberg übergeben hat, weil es privatwirtschaftlich für ihn unter den gegebenen Umständen nicht nochmals tragbar war.

Insgesamt 340 Leute waren am Freitag auf dem Schlüsselanger – ein Gelände, das eigentlich für 800 ausgelegt sei, sagt Georgi. Da brauche man kein Mathegenie sein, um zu sehen: „Es kommt nicht viel bei rum.“ Die Bereitschaft der Leute für solche Veranstaltungen sei trotz wiedergewonnener Freiheit noch gering. Das bekämen die Veranstalter sehr deutlich zu spüren. Aber die, die da sind, genießen. Genau wie beim 90s Picnic am Samstag mit fast 400 feiernden Gästen.

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