Furchteinflößend:

Felldeifi jagt d‘ Hex

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Der zweite Perchtenlauf hat den alten Dießener Ortsteil, die Fischerei, mächtig erschüttert.
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Perchten-Duo: Die Hauptdarsteller ohne Gruselmasken und Feuerschutz: Mathias Perthaler (links) war heuer der Hölldeifi, d‘ Hex mimte Alexander Schöpf.
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Der zweite Perchtenlauf hat den alten Dießener Ortsteil, die Fischerei, mächtig erschüttert.
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Der zweite Perchtenlauf hat den alten Dießener Ortsteil, die Fischerei, mächtig erschüttert.
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Der zweite Perchtenlauf hat den alten Dießener Ortsteil, die Fischerei, mächtig erschüttert.
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Der zweite Perchtenlauf hat den alten Dießener Ortsteil, die Fischerei, mächtig erschüttert.

Dießen – Sie kommen aus der Dunkelheit. Wann, das weiß niemand so genau. Mit einem gewaltigen Donnerschlag toben sie durch die Dießener Fischerei, die Tamperer, Glockinger, Fellteufel und treiben d‘ Hex vor sich her – flankiert von Feuersäulen, Rauchwolken und roten Nebelschwaden. Die Frau Percht war es auch, die im Jahr 1582 durch Diessen gejagt wurde. Das ist übrigens bis dato der einzig überlieferte Perchtenlauf in der Region zwischen Ammersee und Lech, den die Heimatforscher nachweisen können.

Jetzt waren sie wieder da, die wilden Kerle mit ihren Teufelsfratzen und dem Rauh­nacht-Gesindel. Zum zweiten Mal ist Oberpercht Mathias Perthaler aus einem Tiroler Bergtal gekommen mit seinen Mannen vom Bleiboch Pass (Gruppe), die einen rätselhaften Brauch aus dem Alpenraum vertreten: den Perchtenlauf.

Der zweite Fischereier Perchtenlauf hat den alten Dießener Ortsteil, die Fischerei, mächtig erschüttert. Angelockt vom Höllenlärm der Riesenschellen und mächtigen Blechtrommeln, der magisch-mystischen Stimmung mit Höllenglut und den vielen „Schiach-Perchen“ sind die Menschen aus allen Richtungen herbeigeeilt, um sich möglichst viel Grusel-Kick zu gönnen.

Besondere Gaudi hatten auch die Kinder, die rechtzeitig Wetten abgeschlossen haben, wer der tollste Percht ist und wer die furchterregendste Holzmaske oder die riesigsten Hörner mit lodernden Feuern auf der Spitze trägt. Angst hatten die Kids gar keine – weil die Perchten in der Dämmerung ihre Maske­rade vor den Augen der Kinder aufgesetzt haben und sich auch mit ihnen fotografieren ließen. „Das ist uns wichtig“, erklärt Mathi Perthaler, der selber einen kleinen Sohn hat, „wir wollen keine Angst verbreiten, sondern erinnern wie es der Brauch seit Jahrhunderten ist bei uns im Tirolerischen und im Salz­bur­gerischen.“ 

Beate Bentele

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