Auch online möglich: Antrag auf Grundsicherung vereinfacht

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Landkreis – Aufgrund der Corona-Krise wurde Arbeitssuchenden der Zugang zu Leistungen zur Grundsicherung vorübergehend erleichtert. Es steht ihnen ein vereinfachter Antrag auf Arbeitslosengeld II zur Verfügung, der an die neuen Regelungen des Sozialschutz-Pakets angepasst wurde.

Die Bundesagentur für Arbeit hat unter www.arbeitsagentur.de/m/corona-grundsicherung eine Online-Variante des vereinfachten Antrags bereitgestellt. Auch Ausfüllhilfen sind über diesen Link verfügbar.

Antrag, Anlagen und Nachweise online einreichen

Die Antragsteller können den vereinfachten Online-Antrag sowie alle ergänzenden Anlagen zum Antrag online als PDF-Datei ausfüllen und digital an das Jobcenter übermitteln. Der Datenschutz ist gesichert. Nachweise können bei der Antragstellung oder falls erforderlich zu einem späteren Zeitpunkt hochgeladen und so schnell an das Jobcenter übergeben werden. Diese neuen Funktionen sind ohne vorherige Registrierung und Anmeldung bei www.jobcenter.digital nutzbar.

Tipp der Agentur: Antrag sowie Anlagen vollständig ausfüllen und vor der Übermittlung abspeichern.

Alle ausgefüllten Antragsformulare müssen vor der Übertragung an das Jobcenter auf dem heimischen PC oder Laptop gespeichert werden. Die Jobcenter bearbeiten die Anträge „im Durchschnitt innerhalb von drei bis fünf Arbeitstagen“. Dafür müssen alle benötigten Angaben vollumfänglich in das Antragsformular und in die darin benannten Anlagen eingetragen werden.

Antragstellung einfacher, Voraussetzungen werden geprüft

Die Erfahrungen der ersten Wochen mit dem vereinfachten Antrag haben laut Arbeitsagentur gezeigt, dass bei Antragstellern manchmal falsche Informationen zum Umfang der Erleichterungen für Anträge vom 1. März bis 30. Juni 2020 bestehen:

– Die Vermögensprüfung besteht weiterhin. Vorübergehend gelten höhere Obergrenzen (60 000 Euro für das erste und 30 000 Euro für jedes weitere zu berücksichtigende Haushaltsmitglied). Dadurch können mehr Menschen von der Grundsicherung profitieren als vor der Corona-Krise. Für die Prüfung, ob die Grenzbeträge überschritten wurden, muss im Antrag die Frage bezüglich des erheblichen Vermögens mit Ja oder Nein beantwortet werden.

– Kosten der Unterkunft (Miet-, Neben- und Heizkosten): Vorübergehend prüfen die Jobcenter nicht, ob Wohnungsgröße und -kosten angemessen sind. Die Antragsteller müssen aber weiterhin für die entstandenen Wohnungskosten Nachweise, wie Mietvertrag, Abrechnungen der Nebenkosten, gegebenenfalls auch Kontobelege, erbringen, um diese erstattet zu bekommen.

– Einkommen: Die Regelungen zur Anrechnung von Einkommen haben sich durch das Sozialschutz-Paket nicht geändert. Daher müssen sämtliche Einkommen aller Haushaltsmitglieder in separaten Anlagen angegeben werden.

– Kontaktdaten erleichtern die Kommunikation mit dem Jobcenter. Den Kunden wird dringend empfohlen, eine Telefonnummer oder E-Mail-Adresse im Antrag anzugeben. So können bestehende Rückfragen zügig geklärt und der Antrag insgesamt schneller bearbeitet werden, informiert die Agentur für Arbeit Weilheim.

Von Kreisbote

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