Zahlen stabilisieren sich

Geschäftsführer der Weilheimer Arbeitsagentur bleibt besorgt

Agentur für Arbeit
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Die Zahlen stabilisieren sich. Dennoch bleibt der Geschäftsführer der Agentur für Arbeit besorgt.

Landkreis – Der Arbeitsmarkt stabilisierte sich im Oktober weiter. So sank die Arbeitslosenquote im gesamten Agenturbezirk Weilheim um 0,2 Prozentpunkte auf 3,3 Prozent.

Mit den Statistikzahlen im Oktober fällt wie jedes Jahr das Berichtsjahresende der Ausbildungsmarktstatistik zusammen. In diesem pandemiegeplagten Jahr ist der Vorsitzende der Geschäftsführung, Oliver Wackenhut, angesichts der Zahlen im Bereich Ausbildung erleichtert: „Nach Abschluss des Geschäftsjahres der Berufsberatung können wir feststellen, dass wir zwar einen Anstieg an sogenannten unversorgten BewerberInnen verzeichnen müssen, der so lange befürchtete Corona-Jahrgang jedoch nicht eingetreten ist. Das haben wir der weiterhin hohen Ausbildungsbereitschaft unserer Unternehmen in der Region zu verdanken, da sie sich über die Bedeutung und den Wert ihrer Ausbildungen durchaus bewusst sind. Zudem haben sich unsere Berufsberaterinnen und Berufsberater der Arbeitsagentur Weilheim über die Maße dafür eingesetzt, die Jugendlichen auf allen möglichen Wegen zu erreichen (...).“

Dennoch blickt Wackenhut mit Sorge auf den Ausbildungsbeginn im Herbst. Aufgrund der momentanen Situation ist nur eine erschwerte Berufsorientierung der Schüler möglich. Eine besondere Problematik hinsichtlich Ausbildungsbesetzungen kommt laut Wackenhut vor allem auf die sozialen Berufsfelder zu: „Schwierig wird es für Pflege- und Gesundheitsberufe und im Allgemeinen in den sozialen Branchen, da dort weiterhin Praktika nur unter extremen Einschränkungen möglich sind.

Ernst zu nehmen sei auch die hohe Anzahl an unbesetzten Ausbildungsstellen. Die Statistik meldete Ende September 789 freie Lehrstellen, für die keine passenden Auszubildenden gefunden werden konnten. Hier müssen laut Wackenhut alle am Markt Beteiligten zusammen an einem Strang ziehen und an Lösungsmöglichkeiten arbeiten. Die Arbeitsagentur hat in diesem Bereich schon Strategien entwickelt. „Wir beraten die Unternehmen gerne auch über mögliche Alternativen. Der Arbeitgeber-Service der Arbeitsagentur Weilheim unterstützt beispielsweise Firmen dabei, den Blick auch für andere Möglichkeiten bei der Stellenbesetzung zu öffnen. Neben der klassischen Ausbildung bieten auch junge Erwachsene, Teilzeitauszubildende, ungelernte Beschäftigte im Betrieb oder Berufsrückkehrerinnen ein hohes Potential für die Fachkräftesicherung“, erläutert der Agenturchef.

Im Bezirk Weilheim-Schongau sank die Arbeitslosigkeit von September auf Oktober auf 2 146 Personen. Das waren 751 arbeitslose Personen mehr als vor einem Jahr. 1 253 Männer und 893 Frauen waren dabei ohne Beschäftigung. Die Arbeitslosenquote betrug 2,8 Prozent (3,1 Prozent im Vormonat). 249 neue Arbeitsstellen verzeichnet der Arbeitgeberservice. Diese führen zu einem Bestand von 1 214 freien Arbeitsstellen. In der Hauptagentur Weilheim waren 1 455 Männer und Frauen arbeitslos (3,0 Prozent). In der Agentur Schongau waren 691 Menschen arbeitslos gemeldet (2,5 Prozent).

Von Kreisbote

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