Zwei von vier

Belebung der Zentren: Pro Innenstadt zufrieden mit ersten Programmen

Monika Uhl und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger.
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Bitte sehr: Monika Uhl übergab Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger die Resolution zur Sicherheit persönlich.

Penzberg/Landkreis – Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) hat die bayerischen Innenstädte entdeckt: Mit Förderprogrammen und Modellprojekten werden Kommunen und Standortinitiativen in der Corona-Krise unterstützt. Das freut vor allem Monika Uhl, Vorsitzende von Pro Innenstadt in Penzberg. Sie hatte eine Oberland-weite Resolution gegen das Ausbluten der Zentren angestoßen.

Das Bayerische Wirtschaftsministerium hat erst unlängst die zweite Runde des Soforthilfe-Programms für Städte und Standortinitiativen eingeläutet. Ziel sei es, Projektideen „zur Belebung der Innenstädte“ nach der Corona-Krise gezielt zu fördern. „Die Kommunen brauchen nach dem Krisenjahr 2020 dringend Unterstützung“, mahnte Minister Hubert Aiwanger. Ab sofort können sich Standort- und Werbegemeinschaften für das Beratungspaket der Cima-Experten bewerben. Zudem werden für das Fitnessprogramm „Starke Zentren“ fünf Modellkommunen gesucht.

Nach Aiwanger kam Bauministerin Schreyer (CSU): Sie verkündete das Förderprogramm „Innenstädte beleben“ – die Initiative der Städtebauförderung wird vom Freistaat mit 100 Millionen Euro gefüttert.

Nachrichten, die Uhl zufrieden vernommen hat. Die Penzbergerin hatte vor zwei Monaten mit dem Verein Pro Innenstadt und gemeinsam mit 27 bayerischen Gewerbevereinen und Innenstadt-Initiativen die Resolution „Wir bluten aus!“ verabschiedet. Uhl überreichte die Resolution gar in München persönlich an Minister Aiwanger. Die Politik wurde aufgefordert, schnell zu handeln. Andernfalls, so mahnte man, sei eine Pleitewelle im Einzelhandel und unmittelbar damit verbunden das Ende von lebendigen Innenstädten vorprogrammiert. Zwei Monate später stellt die Pro Innenstadt-Vorsitzende erfreut fest: „Zwei unserer vier Forderungen hat die Staatsregierung bereits erfüllt.“ Während sich Pro Innenstadt um Aufnahme in das Aiwanger-Programm bewirbt, beschäftigt man sich laut Uhl derzeit im Penzberger Rathaus mit einer Bewerbung für das Schreyer-Programm.

Die Resolution war bewusst auf eine breite Basis gestellt worden. Einzelne Kommunen oder Initiativen können allein nichts bewirken, lautete die Erkenntnis. Am Anfang, erinnert sich Uhl, sei man sogar etwas belächelt worden: „Viele konnten sich nicht vorstellen, dass wir mit unserer Aktion auf politischer Ebene tatsächlich etwas bewegen können.“ Umso erleichterter sei sie nun, „dass der Protest aus den Innenstädten nicht nur gehört, sondern innerhalb von zwei Monaten mit konkreten Maßnahmen beantwortet wurde“.

Zwei Forderungen offen

Allerdings bleiben noch zwei offene Forderungen aus der Innenstadt-Resolution: Verlangt worden waren von der Politik eine Ausweitung der verkaufsoffenen Sonntage sowie Erleichterungen für Einzelhandelsbetriebe, wenn diese ein wirkungsvolles Hygienekonzept nachweisen können. Die Pro Innenstadt-Vorsitzende macht denn auch klar: „Wir lassen auch hier nicht locker.“ Allerdings sei es jetzt erstmal wichtig, so Uhl, „dass mit zwei Förderprogrammen den Innenstädten ganz konkret geholfen wird“.

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