Ein virtueller Start ins Berufsleben

Berufsbildungsforum zählt 1 200 registrierte Besucher in einer Woche

Symbolfoto: Jungendliche vor einem Laptop.
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Interessierte konnten sich auf dem Berufsbildungsforum heuer virtuell an den Ständen über Ausbildung und Studium informieren.
  • vonStephanie Novy
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  • Linda Borlinghaus
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Landkreis – 117 Aussteller zeigten beim Berufsbildungsforum an digitalen Messeständen ihr Studiums- und Ausbildungsangebot für SchülerInnen. In Vorträgen wurde näher auf Ausbildungsberufe und Studienmöglichkeiten eingegangen und wichtige Tipps zur Berufswahl und Bewerbung weitergegeben.

Am Montag, dem „Motivationstag“, nahmen bereits etwa 200 Registrierte an dem Vortrag für Eltern teil und über 300 an dem Motivationsvortrag von Mentalcoach Steffen Kirchner. In dem Vortragsraum der Stadthalle hätten sie diese Zahl an Zuhörern nicht untergebracht, berichtet Christiane Wurm von der Wirtschaftsförderung im Landratsamt, die beim Berufsbildungsforum federführend mitwirkte und die Woche mit zwei Auszubildenden moderierte.

Insgesamt konnten über die gesamte Woche hinweg 1 200 Registrierungen festgestellt werden, wie Robert Christian Mayer, Geschäftsführer Arbeitskreis SchuleWirtschaft, berichtet. Die einzelnen Clicks auf die virtuellen Messestände summierten sich auf 8 000. Wobei 5 000 Clicks auf die Jobmesse und die restlichen auf das Hochschulforum entfallen. Die Diskrepanz erklärt Mayer damit, dass bei Letzterem weniger Stände zur Auswahl standen. 49 waren es; bei der Jobmesse 68.

Die Text- und Videochatfunktion wurde hingegen nicht besonders genutzt. Mayer führt das darauf zurück, dass die virtuellen Stände bereits eine „wahnsinnige Fülle an Information“ geboten hätten. Nachfragen seitens der Besucher seien daher oftmals nicht mehr nötig gewesen.

Die Vorträge wurden „erstaunlich gut besucht“, sagt Mayer. Wurm ergänzt, dass besonders auch die Ausbildungs-Scouts der IHK und die Polizei bei ihren Live-Vorträgen stark gefragt waren.

Aber: „Es ist eine ganz andere Art von Messe“, betont Wurm, denn in der digitalen Form müssen diesmal die Schüler aktiv werden und die Ansprechpartner der Stände kontaktieren. Die Aussteller können nicht wie sonst üblich auf die Besucher zugehen und ihnen von ihrem Ausbildungs- oder Studiumsangebot erzählen. Dennoch ist Wurm zufrieden. „Einen Erfolg der Messe sehe ich besonders darin, wenn Unternehmen Schüler für ihre Ausbildung gewinnen konnten.“

Auch Mayer sagt, dass er mit dem Ablauf und der Besucherzahl zwar zufrieden sei. „Wir hoffen aber sehr stark, dass wir in einem Jahr wieder eine Präsenzmesse durchführen können.“ Zur Jobmesse kamen die vergangenen Jahre rund 1 800 Personen, 2 000 zu Spitzenzeiten. Beim Hochschulforum waren es laut Mayer meist zwischen 700 und 900 Besucher.

Auch nach dem Ende der Veranstaltungswoche soll „die Plattform in Bewegung bleiben“, meint Wurm. Deshalb können die Messestände und Vorträge noch bis zum 15. Juni auf www.berufsbildungsforum.de besucht und angehört werden.

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