Helfer für die Amphibiensammlung gesucht

Lebensretter in Warnwesten

Amphibiensammlung Paterzell Bund Naturschutz
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In Paterzell sind die Mitglieder der Weilheimer Ortsgruppe des Bund Naturschutz für die Amphibiensammlung zuständig.

Landkreis – In Scharen wandern derzeit Frösche, Kröten und Molche zu ihren Laichgebieten. Im Liebesrausch bemerken sie die Gefahren um sie herum nicht. Daher setzen sich im ganzen Landkreis viele Freiwillige ein, um den Amphibien über die Straßen zu helfen. 

Es war 1984 als die ersten Mitglieder des Bund Naturschutz versuchten, in Paterzell zu verhindern, dass massenhaft Amphibien von Fahrzeugen zerquetscht wurden. Ohne Schutzzäune hatten die Helfer keine Chance, sodass im Jahr darauf bereits die ersten aufgebaut wurden. Die Sammelgebiete weiteten sich über den gesamten Landkreis aus. Derzeit sind es neun Strecken, an denen die Naturschützer unterwegs sind, darunter die am Zellsee, am Schwaigsee, am Riederer Weiher, an der Eyach, am Haarsee, am Stocksee und am Kaltwasserweiher. Egal, wie schlecht das Wetter ist: Mit Eimern und Taschenlampen machen sich die Ehrenamtlichen auf den Weg. Etwa 10.000 Tiere werden pro Saison vor dem Tod bewahrt.

Rund sieben Kilometer

„Derzeit haben wir viel Zulauf an Helfern“, freut sich Maria Hermann, dass sich zahlreiche Menschen für den Naturschutz interessieren. Etwa 90 sind es momentan. An einigen der Strecken – insgesamt werden rund sieben Kilometer versorgt – sind die gleichen Sammler seit Jahren aktiv. An anderen Strecken fehlen dennoch Helfer, beispielsweise in Wildsteig.

Auch abseits der Amphibiensammlung setzen sich die Mitglieder des Vereins in vielen Bereichen ein. Seltene Pflanzen werden beispielsweise geschützt, Biotope gepflegt, Moore renaturiert oder Kindern und Jugendlichen der Umweltschutz nähergebracht. Wer Amphibien sammeln möchte oder den Bund Naturschutz allgemein unterstützen will, kann sich bei Maria Hermann unter Tel. 0881/637475 oder bn.weilheim@t-online.de melden.

Ursula Gallmetzer

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