Inzidenzen, Impfungen, Lockerungen:

Corona und die Folgen am Arbeitsmarkt im Landkreis Weilheim-Schongau

Rezeption Corona
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Dass an den Hotelrezeptionen wieder Betrieb herrscht, spürt auch der Arbeitsmarkt.

Landkreis – Für den Monat Juni 2021 verzeichnet der Agenturbezirk Weilheim der Bundesagentur für Arbeit eine Arbeitslosenquote von 3,0 Prozent, das sind 0,2 Prozent weniger als im Vormonat. Der Landkreis steht bei 2,7 Prozent (-0,1). Im Vergleich zum Vormonat Mai wuchs der Zugang an offenen Stellen um 16,6 Prozent auf 1.412.

Als sich fortsetzende positive Entwicklung fasst die Agentur für Arbeit Weilheim die Zahlen im Bezirk zusammen. Durch das gedrosselte Pandemiegeschehen sowie den Impffortschritt und die damit einhergehenden Lockerungen halte ein Aufwärtstrend auf dem Arbeitsmarkt an: „Der Berichtsmonat Juni zeigt uns auch in Zahlen, was für uns alle in Lebens- und Berufsalltag spürbar ist: Wir nehmen wieder Fahrt auf und finden Schritt für Schritt in eine gewisse Normalität zurück“, kommentiert Oliver Wackenhut, der Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Weilheim, optimistisch. „Wobei bei allen Gegenüberstellungen zu beachten ist, dass der Vorjahresvergleich zum Juni 2020 den Verlauf innerhalb der Corona-Krise abbildet und nicht mehr den zum Vorkrisenniveau. Ein längerfristiger Vergleich zum Juni 2019 zeigt, dass der Arbeitslosenbestand im Juni 2021 deutlich gestiegen ist.“ Dieser zählte vor zwei Jahren 8.172 Personen, im Jahr 2020 13.163; nun sind es 11.474.

Vor allem der Landkreis Garmisch-Partenkirchen zeige, dass insbesondere das Hotel- und Gaststättengewerbe mit am stärksten von den Einschränkungen des Lockdowns betroffen war – worunter vorwiegend touristisch geprägte Regionen sehr leiden. „Umso schöner ist es nun zu sehen, wie schnell sich ein Tief wandeln und der Arbeitsmarkt erholen kann.“

Doch sinken vor allem bei der Gruppe der Langzeitarbeitslosen momentan die Chancen, so eine Beo­bachtung. Auch der Fachkräftebedarf drohe sich weiter zu verschärfen. In beiden Fällen sei Weiterbildung der Schlüssel, erklärt Wackenhut.

Im hiesigen Landkreis verringerte sich die Arbeitslosigkeit von Mai auf Juni auf 2.010 Personen, 299 weniger als noch vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug im Juni 2,7 Prozent, im Vormonat Mai waren es 2,8 und im Juni 2020 3,1. In der Haupt­agentur Weilheim waren 1.363 Männer und Frauen arbeitslos (2,8 Prozent), in der Agentur Schongau 647 (2,4 Prozent).

Seit Beginn des Berufsberatungsjahres im Oktober letzten Jahres meldeten sich im ganzen Bezirk der Agentur für Arbeit Weilheim 2.350 Bewerber für Berufsausbildungsstellen, das waren 16,1 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Zugleich gab es 3.334 Meldungen für Berufsausbildungsstellen, das entspricht einem Minus von 0,3 Prozent. Ende Juni waren 1.034 Bewerber noch unversorgt und 1.589 Ausbildungsstellen noch unbesetzt.

Im Landkreis haben sich seit Beginn des Berichtsjahres 524 Jugendliche als Bewerber um einen Ausbildungsplatz bei der Agentur gemeldet. Davon sind derzeit noch 148 Jungen und Mädchen ohne eine Ausbildungsstelle. Von den ursprünglich 859 gemeldeten Ausbildungsstellen der Unternehmen sind aktuell noch 386 unbesetzt.

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