Startschuss für barrierefreien Ausbau

Deutsche Bahn rüstet Haltestationen an der Pfaffenwinkelbahn um

Spatenstich barrierefreier Ausbau Pfaffenwinkelbahn
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Nach einem Pressetermin am Peißenberger Bahnhof ging´s mit dem Zug zum offiziellen Spatenstich nach „Peiting-Ost“: (v.li.) Peitings Bürgermeister Peter Ostenrieder, Alexander Dobrindt, Andrea Jochner-Weiß, Klaus-Dieter Josel, Hohenpeißenbergs Bürgermeister Thomas Dorsch, Herbert Kölbl (DB), Harald Kühn und Peißenbergs Bürgermeister Frank Zellner.
  • Bernhard Jepsen
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Peißenberg/Peiting – Der Bahnhof in Schongau ist schon barrierefrei ausgebaut, nun folgen mit Peiting-Nord, Peiting-Ost, Hohenpeißenberg, Peißenberg und Peißenberg-Nord fünf weitere Stationen auf der Pfaffenwinkel: Gemeinsam mit den Bürgermeistern der Anrainer-Gemeinden, Landrätin Andrea Jochner-Weiß, MdL Harald Kühn und dem CSU-Landesgruppenchef im Bundestag, Alexander Dobrindt, lud die Bahn nun zum offiziellen Spatenstich ein.

„Bei der Bahn rührt sich was“, konstatierte Klaus-Dieter Josel, Konzernbevollmächtigter der DB-AG beim offiziellen Startschuss für die Bauarbeiten: „Wir investieren heuer für die Bahninfrastruktur im Freistaat mehr als 2,35 Milliarden Euro. 40 Prozent der Bahnhöfe in Bayern sind bereits barrierefrei.“ Inklusive Schongau fließen von den 2,35 Milliarden Euro 13 Millionen in den behindertengerechten Ausbau der Stationen an der Pfaffenwinkelbahn. Dabei werden unter anderem die Bahnsteige erhöht und taktile Leitsysteme für sehbehinderte Menschen installiert. Zudem steht eine Erneuerung der Beleuchtungstechnik auf dem Programm. Bereits im September sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein. Um das Projekt möglichst schnell über die Bühne zu bringen, wird die Pfaffenwinkelbahn zwischen Weilheim und Schongau vom 31. Juli bis zum 20. September in beide Richtungen gesperrt. Für die Pendler und Reisenden wird dann ein Schienenersatzverkehr eingerichtet.

Durch den barrierefreien Ausbau, so betonte Josel, würde das Bahnsystem gestärkt und der Komfort für die Fahrgäste erhöht. „Bayern braucht eine starke Schiene“, so Josel. Dem widersprach auch der ehemalige Bundesverkehrsminister nicht: „Der barrierefreie Ausbau sorgt für ein attraktiveres Fahrgefühl“, meinte Dobrindt. Die Modernisierung der Pfaffenwinkelbahn sei ein „zentrales Verkehrsprojekt im Landkreis“. Die Investitionen seien ein „positives Signal“ und würden die Nutzerfrequenz erhöhen. Die Wünsche nach Verbesserungen an der Pfaffenwinkelbahn seitens der Fahrgäste seien „nachvollziehbar“ gewesen.

Eine Forderung, nämlich die nach einer Verkürzung der Fahrzeiten, konnte bislang jedoch nur teilweise erfüllt werden. Durch den Bau des elektronischen Stellwerks wurde zum Beispiel die gleichzeitige Einfahrt der entgegenkommenden Züge am Knotenpunkt im Bereich des Peißenberger Bahnhofs ermöglicht. Das bringt ein paar Minuten. Laut Dobrindt seien mit dem elektronischen Stellwerk zumindest die Voraussetzungen für weitere Fahrzeitverkürzungen gelegt. Außerdem: „Für den Kunden ist die Taktfrequenz das Entscheidende.“ Pläne für eine Elektrifizierung der Pfaffenwinkelbahn, so Dobrindt, würde es momentan keine geben.

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