Ausgezeichnete Geheimniskrämer

Drei Feldgeschworene aus dem Landkreis wurden vom Staatsminister gewürdigt

+
Landrätin Andrea Jochner-Weiß und Vermessungsamtsleiterin Angelika Jais (v.li.) dankten den Feldgeschworenen Peter Gabler und Erich Greißel (2.u.3.v.re.) für ihr Engagement. Bei der Ehrung dabei waren auch Ingenrieds stellvertretender Bürgermeister Siegfried Magg (3.v.li.) und Wielenbachs Bürgermeister Harald Mansi (re.).

Landkreis – Wer ein Feldgeschworener sein möchte, der muss vor allem Geheimnisse gut für sich behalten können. Drei, die das richtig gut können, sind jetzt für ihr jahrzehntelanges Engagement von Albert Füracker, bayerischer Staatsminister der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat, geehrt worden.

„Die Institution der Feldgeschworenen ist das älteste bekannte und erhaltene kommunale Ehrenamt in Bayern“, berichtete Landrätin Andrea Jochner-Weiß, die die Auszeichnungen stellvertretend übergab. Das Ehrenamt sei trotz der heute möglichen Hightech-Vermessungen immer noch sehr wichtig. Jochner-Weiß ist überzeugt: „Die Technik und die Feldgeschworenen ergänzen sich.“

Die Ehrenamtler seien Moderatoren, die bei Grenzangelegenheiten vermitteln, und Mediatoren, die bei Streit schlichten. Sorgfalt, Zuverlässigkeit, Redlichkeit und eben das Hüten von Geheimnissen seien wichtige Voraussetzungen.

Die nun Geehrten bringen all das mit. Raimund Lengenleicher aus Wielenbach – er fehlte bei der kleinen Feier im Landratsamt – und Peter Gabler, ebenfalls aus Wielenbach, haben dieses besondere Ehrenamt schon seit 40 Jahren inne. Erich Greißel aus Erbenschwang ist sogar schon seit 50 Jahren Feldgeschworener. „Ein gesunder Beruf“, wie er selbst bei der Feier sagte. Immer an der frischen Luft und körperlich darf man sich dabei auch noch betätigen.

Die Hilfe und das Wissen der Feldgeschworenen werden immer dann benötigt, wenn Grund und Boden aufgeteilt und vermessen werden muss. „Damit es dabei gerecht zugeht, gibt es Sie“, dankte Jochner-Weiß den Geehrten. Sie seien ein idealer Vermittler zwischen Bürger und Behörde.

Neben den Urkunden gab es für die Ehrenamtler auch noch kleine Präsente. Und bei dem anschließenden Kaffeekränzchen – natürlich mit Corona-Sicherheitsabstand – wurde sich noch ausgiebig unterhalten. Doch man darf sicher sein, dass die Feldgeschworenen auch hier keine Geheimnisse ausgeplaudert haben. Ist Ehrensache.

Von Stephanie Novy

Bilder, Videos und aktuelle Ereignisse aus Ihrer Heimat: Besuchen Sie den Kreisboten Weilheim auch auf FACEBOOK.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Kommentare