Landkreis und Johanniter wollen Impfkapazitäten ausbauen

Drive-in-Impfzentrum in Planung

Symbolfoto: Person wird im Auto sitzend geimpft.
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Im Landkreis Weilheim-Schongau könnten Vakzin bald durch das Autofenster verabreicht werden.

Landkreis – Ende des Monats sollen bekanntlich die Impfstofflieferungen an die Landkreise deutlich aufgestockt werden. Die Rede ist von 1 200 Impfdosen pro Tag. Das Landratsamt respektive das von den Johannitern betriebene Impfzentrum in Peißenberg beabsichtigen deshalb, zusätzlich zum bisherigen Impfangebot ein Drive-in-Impfzentrum einzurichten. Impfungen könnten dann zukünftig auch durch die heruntergekurbelte Autofensterscheibe verabreicht werden.

„Noch ist nichts fix, aber wir sind nah dran“, bestätigt Christian Achmüller die Pläne für einen Drive-in. Wo selbiger aufgebaut werden soll, möchte der Impfzentrumsleiter öffentlich noch nicht preisgeben. Fest steht aber, dass der Standort nicht in Peißenberg sein wird. Achmüller spricht von einem „anderen Eck im Landkreis“. Intention sei es, „Bürgern die Scheu zu nehmen, den langen Weg nach Peißenberg auf sich zu nehmen“. Dem Vernehmen nach soll der Drive-in offenbar in Peiting stationiert werden, also im westlichen Teil des Landkreises.

Noch in diesem Monat, spätestens aber Anfang Mai, so Achmüller, wolle man in puncto Drive-in einen „Testballon“ starten: „Dann werden wir sehen, ob es funktioniert oder das Ganze nur eine nette Idee war.“ Ein Haken: Im Vergleich zu den Impfangeboten in den Hausarztpraxen muss das Impfzentrum aufwendige Dokumentationspflichten einhalten. Die Bürokratie wird laut Achmüller auch bei der Drive-in-Variante nicht komplett wegfallen.

Bislang wurden im Impfzentrum im ehemaligen Krankenhaus in Peißenberg rund 18 000 Erstimpfungen verabreicht. Das entspricht umgerechnet auf die Landkreis-Bevölkerung (rund 135 000 Einwohner) einer Quote von über 13 Prozent. „Damit sind wir ganz gut dabei und liegen im bayerischen Durchschnitt“, erklärt Achmüller.

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