Wer sich engagiert, gewinnt!

Fünf gute Argumente für freiwilliges Engagement

Symbolfoto: Hände mit aufgemalten Herzen.
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„Anpacken mit Herz“ hilft dabei, das passende Ehrenamt für jeden zu finden.

Landkreis – Fast die Hälfte aller Menschen in Bayern engagieren sich in Vereinen, Initiativen oder gemeinnützigen Organisationen. Weitere 30 Prozent wären bereit, sich ehrenamtlich für andere oder eine gute Sache einzusetzen, konnten aber bis jetzt nicht den richtigen Zugang finden. Zu wenig Zeit, keine besonderes Talent, keine Erfahrung: Gründe, sich nicht zu engagieren, finden sich zwar schnell. Gabi Hager-Königbauer von der Caritas-Freiwilligenagentur „Anpacken mit Herz“ im Landkreis Weilheim-Schongau hat allerdings gute Argumente, die die meisten der Vorbehalte schnell entkräften.

Ich habe nicht genügend Zeit, mich ehrenamtlich zu engagieren.

HK: „Freiwilliges Engagement ist auch mit sehr geringem Zeitaufwand und ohne regelmäßige Termine möglich. Einige Organisationen und Vereine freuen sich auch über punktuelle Unterstützung, zum Beispiel über die Aktion Samstags-Helfer der Caritas-Freiwilligenagentur. Dort werden Freiwillige gesucht, die etwa bei Veranstaltungen mithelfen, Vereine bei Papiersammlungen unterstützen oder gelegentliche Fahrdienste übernehmen.“

Ich weiß nicht, wo ich eine passende Tätigkeit finden kann.

HK: „Dazu gibt es Anlaufstellen wie die Caritas-Freiwilligenagentur ‚Anpacken mit Herz‘ oder die Koordinierungsstelle Bürgerengagement am Landratsamt. Sie informieren über Einsatzmöglichkeiten, finden gemeinsam mit Interessierten geeignete Tätigkeiten und vermitteln an passende Organisationen und Projekte. Weitere Anlaufstellen in der Region sind die Nachbarschaftshilfen oder Hilfsorganisationen wie BRK, Malteser oder Kirchengemeinden.“

Ich habe kein besonderes Talent.

HK: „Oft sind Fähigkeiten gefragt, die gar kein besonderes Fachwissen erfordern: einem älteren Menschen zuhören und Zeit mit ihm oder ihr zu verbringen, Kindern vorlesen oder bei einem Tafel-Projekt in der Lebensmittelausgabe helfen.“

Ich habe eine Behinderung und es gibt für mich vielleicht keine Möglichkeit, mich zu engagieren.

HK: „Ob mit oder ohne Behinderung – nicht jede Aufgabe ist für jeden Menschen geeignet. In der inklusiven Caritas-Freiwilligenagentur finden wir, ehrenamtliches Engagement soll für alle Menschen gleichberechtigt möglich sein. Auch für Menschen mit einer Behinderung gibt es Möglichkeiten, sich zu engagieren, beispielsweise als ‚Telefon-Engel‘ mit Gesprächen gegen Einsamkeit.“

Ich habe keine Erfahrung im Umgang mit Menschen mit Behinderung oder Menschen aus anderen Ländern.

HK: „Was zählt ist Interesse und Offenheit für Menschen in anderen Lebenssituationen oder aus fremden Kulturen. Meist sind geschulte Fachkräfte mit dabei, die mit Anleitung und Einweisung den Einstieg in ein Engagement erleichtern. Außerdem gilt bei jedem Ehrenamt der Grundsatz der Freiwilligkeit. Freiwilliges Engagement gelingt, wenn neben einer Sinn stiftenden Tätigkeit auch die Freude daran nicht zu kurz kommt.“

Ehrenamt in Zeiten von Corona

Die Corona-Pandemie macht natürlich auch vor dem Thema Ehrenamt nicht halt. Manche Tätigkeiten sind zurzeit nicht oder nur eingeschränkt möglich. Trotzdem werden weiterhin Freiwillige in viele Bereichen gesucht, zum Beispiel als Einkaufshilfen oder Alltagsbegleiter, in Patenschaftsprojekten wie dem SprachPatenprojekt im Mehrgenerationenhaus Weilheim oder bei den SchülerCoaches, wo auch online-Unterstützung möglich ist.

Die Caritas-Freiwilligenagentur „Anpacken mit Herz“ bietet seit 15 Jahren unverbindliche Information und, Vermittlung für Menschen, die ein freiwilliges Engagement. Weitere Informationen gibt es im auf der Webseite der Agentur.

Von Kreisbote

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