Institut warnt dringend davor, Masken in der Mikrowelle zu desinfizieren

Brandgefährliche Masken

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Eine Maske sollte man niemals in einer Mikrowelle desinfizieren. Schon nach kürzester Zeit fängt das Material Feuer.

Landkreis – Das Institut für Schadenverhütung und Schadenforschung (IFS) untersucht Brandursachen und gibt Tipps für Verbraucher, wie sie Gefahren im Blick haben und vermeiden können. Bei den wiederverwendbaren Mundschutz-Masken gab es bereits einige böse Überraschungen.

Mund-Nasen-Masken sollten nach dem Tragen – mindestens einmal täglich – desinfiziert werden. Eine schnelle und bequeme Lösung für diese neue Alltagsaufgabe scheint die Mikrowelle zu sein. Doch Vorsicht: Bei Masken mit eingearbeitetem Draht kann es in der Mikrowelle schon nach wenigen Augenblicken zum Brandausbruch kommen.

Die elektromagnetischen Wellen in einem Mikrowellenherd versetzen die Wassermoleküle in Speisen und Getränken in Schwingung. Durch Reibung wird die Bewegungsenergie in Wärmeenergie umgewandelt. Gegenstände aus elektrisch leitfähigen Stoffen – wie zum Beispiel der Metalldraht einer Mund-Nasenmaske – wirken in der Mikrowelle wie Antennen. Ihnen wird im Garraum eine große Menge Energie zugeführt. Es kann zum Funkenschlag oder zur starken Erhitzung kommen. Beides führt zur Entzündung des Maskenmaterials, bei dem es sich in der Regel um Baumwolle oder Cellulose handelt.

Zur Desinfektion von Masken mit eingearbeitetem Draht ist die Mikrowelle also vollkommen ungeeignet, warnt das IFS. Alternativ können die Masken bei 90 Grad Celsius in der Waschmaschine oder durch fünfminütiges Auskochen im Wasserbad auf den nächsten Einsatz vorbereitet werden, empfiehlt das Institut.

Auf dem YouTube-Kanal des IFS ist ein Video vom Brandversuch zu sehen: www.youtube.com/watch?v=KRYQiIWM5jk&feature=youtu.be.

Von Kreisbote

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