Verschärfte Maßnahmen

Für Corona-Hotspots gilt 15-km-Regel

Stopp-Schild
+
Menschen, die in Corona-Hotspots leben, haben zukünftig nur noch einen eingeschränkten Bewegungsradius.

Landkreis ‒ Seit heute, 11. Januar, treten die Änderungen der 11. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung und damit verschärfte Corona-Schutzmaßnahmen in Kraft. Eine wichtige Neuerung: Für Personen, die in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 200 Corona-Fällen pro 100 000 Einwohnern wohnen, sind dann touristische Tagesausflüge über einen Umkreis von 15 Kilometern um die Wohnortgemeinde hinaus untersagt.

Dafür maßgeblich ist der Zahlenstand des Robert Koch-Instituts (RKI). Landkreise oder kreisfreie Städte, die nach RKI den Inzidenzwert von 200 Neuinfektionen mit dem Coronavirus je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen überschritten haben, fallen darunter. Bezugspunkt für den 15 Kilometer Radius ist die Außengrenze der Wohnortgemeinde. Betroffene Kreisverwaltungsbehörden können die „15‑km‑Regel“ für touristische Tagesreisen außerkraftsetzen, wenn der Inzidenzwert seit mindestens sieben Tagen in Folge unterschritten worden ist. Außerdem können die Kreisverwaltungsbehörden von Regionen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 200 Fällen pro 100 000 Einwohnern anordnen, dass touristische Tagesreisen in den Landkreis oder die kreisfreie Stadt untersagt sind. Die Einhaltung der neuen Schutzregeln ist Bayerns Innenminister Joachim Herrmann sehr wichtig. Daher wird es konsequente Polizeikontrollen geben.

„Insbesondere an beliebten Ausflugsorten wird die Polizei verstärkt kontrollieren, ob bei Personen aus betroffenen Landkreisen und Städten ausreichend triftige Gründe vorliegen, die nicht touristischer Natur sind“, kündigte der Innenminister an. Das betreffe auch die Regionen, für die touristische Tagesreisen untersagt wurden. „Selbstverständlich wird die Polizei weiterhin insbesondere auch die Einhaltung der Maskenpflicht sowie der Ausgangsbeschränkung und Ausgangssperre überwachen“, ergänzte Herrmann. Bei einem Verstoß gegen die neue „15-km-Regel“ droht ein Bußgeld in Höhe von 500 Euro.

Das Innenministerium informiert jeden Tag über jene Landkreise und kreisfreien Städte in Bayern, für die aufgrund einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 200 Fällen pro 100 000 Einwohnern die „15-km-Regel“ für touristische Tagesausflüge gilt, sowie über die Regionen, in denen touristische Tagesreisen untersagt wurden. Die Übersicht ist täglich abrufbar.

Die geänderte 11. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung ist hier abrufbar.

Von Kreisbote

Bilder, Videos und aktuelle Ereignisse aus Ihrer Heimat: Besuchen Sie den Kreisboten Weilheim-Schongau auch auf Facebook.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Kommentare